Irgendwann war ich eingenickt und ja, das zählte dann als mein Schlaf der ersten, beinahe überstandenen Nacht. Der kleinere Bus mit dem ich von Singida bis nach Arusha kommen wollte, hatte kleine Sitze und so konnte ich meinen Kopf auf die Lehne vor mir ablegen und gemütlicher als erhofft auf meinen Armen ruhen, während die Straßen unter uns immer spannender wurden. Inzwischen ist mir völlig aus dem Sinn wie es war in Deutschland zu fahren. Diese betäubende Einfältigkeit und Ruhe beim fahren kann man hier völlig vergessen. Hier ist es jedes Mal spannend wie Reifen und Achse wohl auf diesen Straßenaussetzer reagieren. Als ich wieder mehr wach als schlafend war, legte ich meinen Blick auf das äußere Geschehen und sah die Landschaft aus ewigen beinahe ganz graden Flächen sich in Richtung Ewigkeit erstrecken, aber mit überraschend großen, ziemlich spitzen Hügelkuppen verstreut dazwischen, die wie Fingerhüte aus der sonst absoluten Ebene hervor stießen. Hübsche Pickel der Natur, als hätte jemand von unten gegen die Landschaft mit einer riesigen Nadel gepickst. Hohe und langgezogene, im Dunst der Ferne liegende Bergketten verzieren den Horizont, während sie bedeckt von der Art des Hitzeschleiers zu uns schauen und keine einzige größere Stadt kommt in die Sicht, im Rahmen der halben Stunde meiner verschlafenden Observation. Die Gegend besteht aus kleinen Dörfern. Die Häuser sind öfter aus braunrotem Lehm und einer Art goldenem Schilf und Stöcken geschaffen worden, als aus grauem Beton. Manche Dörfer stehen weit genug abseits von der Straße und bestehen nur aus runden kleinen Bauten mit einem kegelförmigen Schilfdach, auch wenn es definitiv kein Schilf sein kann. An der Straße sind manchmal kleine Stände oder eine kleine Gruppe aus Booda Booda Fahrern, die im Gespräch ihre Zeit verbringen und darauf warten, dass jemand aus dem Dorf Waren zu transportieren hätte, die auf ihr Gefährt passen. Am ungewöhnlichsten zu sehen sind große viereckige Klotze, beinahe so groß wie die winzigen Häuser. Diese Klotze sind auch aus Lehm, aber massiv. Es sind hausgroße Würfel aus Lehm- oder Torfblöcken, die dort gestapelt werden, wo das Vorkommen die Förderung begünstigt. Erklärt sich… daneben sind kleinere Stapel aus demselben Material und jene Blöcke sind noch am trockenen, bevor sie Teil ihres grossen Bruders werden.

Und dann waren wir da. Ich komme nach ein paar zu vielen unruhigen Nachtstunden an und lasse damit das Geldausgeben zum eigenen Zweck zurück. Diese erste Busfahrt war schließlich gekauft, vermutlich um mich selbst hineinzuwerfen und den ersten Schritt des Aufbrechens leichter zu machen. Muss ich zugeben. Aber weder für Transport, Essen noch Unterkunft kann, möchte oder darf ich ab jetzt noch Geld ausgeben. Das ist der Anspruch an mich selbst, nachdem ich im Juli, während meiner Rucksackreise in Europa lernen durfte, wie man ohne jene Währung Geld überlebt und dabei sogar Einblicke ins Reichsein erhält. Reich an Erfahrungen, Freundschaften, schönen Momenten und Menschlichkeit. Weniges davon kann man mit Geld kaufen. Beigebracht hatte mir diese Art des Lebens mein Pariser Freund Frankh. Fünf Wochen reisten wir gemeinsam ohne einen Cent auszugeben und kennengelernt hatten wir uns, weil wir am selben Strand geschlafen hatten. Wir kamen von Korsika bis nach Berlin, lebten zwei Wochen in Monaco und überquerten die Alpen in neun Tagen. Das also ist der Vergleichswert. Die Erinnerung an diese Möglichkeit überzeugt mich, dass es möglich ist und dass es ein besseres Leben beyond des Geldausgebens gibt.
Geld werde ich ausschließlich benutzen, um Menschen auf dem Weg eine Freude zu machen oder ihnen zu helfen. Ich werde auf Mahlzeiten einladen und teilen was ich besitze, damit ich hoffentlich bald noch weniger besitze. Wer meine Vision Grande gelesen hat weiß, dass jene Lebensform die Grundlage für alles bildet, was ich in meinem Leben soweit plante, erreichen zu wollen. Unsere Bewegung mit dem Namen Gen.ZM wird in Form von Rotationen in Deutschland stattfinden. Ohne Geld und nur mit Zelt und Poncho durch Deutschland laufen, Reden halten, mit Menschen bonden und den Verein überall gründen, wo das Konzept Anklang bei den Menschen findet. Gen.ZM e.V.

Ich wollte nach Arusha und bin stattdessen in Babadi gelandet, welches 160 Kilometer außerhalb Arusha’s liegt. Niemals hätte ich erwartet heute noch anzukommen. Ein junger Mann im Bus, mein Freund und Sitznachbar, war derjenige der meine morgendliche Verlagerung von einem zum nächsten Bus managte, und nun schiebt er mich aus dem Bus und trägt meine Tasche. Keine Ahnung wo wir standen, aber es war heiß und ich versuche das erste mal einen Stoff, der an meiner Rucksackaußenseite gebunden war, um meinen Kopf zu wickeln. Wer mir während der Zeit auf Instagram folgte (@Gen.ZM), weiß ungefähr wie das gold—schwarze Stück Stoff aussah. Mein neuer Freund namens Shigaa bringt mich in den Schatten neben drei netten Damen, die Tee und Andasi Mini-Brote verkaufen. Ich lade meinen Freund auf Kleinigkeiten zum essen ein und trinke den Tee nicht, weil Zucker drin ist. Ein herumlaufender Verkäufer kommt dazu und bietet uns Getränke, Nüsse und getrocknete Bananen an, plus Kekse. Ich sage meinem Shigaa, dass er herzlichen willkommen ist und mit den Mamas neben uns teile ich die Erdnüsse und Bananen auf. Der Verkäufer setzt sich zu uns und vielleicht durch gutes Karma, vielleicht durch das Geben an Andere, entpuppt er sich als halbstudierter, englischsprechender Freigeist mit einem interessanten Streben. Er spricht mich an und stellt sich vor. Sein Name ist Josef und sein Vater heißt Alfredi. Das ist meistens Teil der Vorstellung. Er studierte einst Jura, aber seine Neigung zu Alkohol machte ihn unfähig das Studium zu beenden. Er ist inzwischen verheiratet und überlebt durch den Verkauf von Waren, die er in dem Gestell, welches er um den Hals gehangen mit sic herum trägt. Der Grund der ihn dazu bringt, mich anzusprechen, ist seine spirituelle Situation. Er wuchs hier auf. Zwei Religionen wurden ihm präsentiert und beide waren ein Albtraum für hin. Er beschreibt mir das Leiden, welches er durch Islam und Christentum erfuhr und was die Angst vor Gott mit ihm machte, wie es ihn im Innern bewegte. Er ist seit er beide für nichtig hält, auf der Suche nach etwas Tieferem und sein spirituelles Streben begann um dieselbe Zeit. Er fand Antworten in sich selbst, anstatt in den Büchern. Er entwickelte Ansichten, die aus seinem eigenen Innern kam und entdeckte Natur, Leben und Welt in ganz anderen Ansichten, wenn sie nicht mehr unter der Linse einer Religion lagen. Ich bin begeistert ein paar dieser Dinge zu hören und erkläre ihm kurz, warum ich barfuß durch Tanzania laufe und was es mit der Meditation für mich auf sich hat. Hierzu gerne unsere kleine Page namens The Garden Within mit Augen und Geist verzehren.

Ein kurzer Einblick in den Buddhismus, welchen er nicht kennt, später, und der junge Mann strahlt mich an. Ich schreibe meine Nummer auf ein kleines Stück Papier meines Notizbuches aus Kanada und reiche ihm das gute Stück. Dann machte ich mich auf den Weg. Davor half mir eine Schwester noch, mein Tuch richtig zu binden. Sie trug auch eins und ich fragte sie, ob meines nicht genauso aussehen könnte wie ihres… jetzt tut es das!

Ich lief in die Richtung des Kreisverkehres auf dem zwei riesige Giraffenstatuen aus Holz standen, mit dem noch viel riesigeren Berg hinter ihnen aufragend. Es ist kein mir bekannter Berg, was ihn nicht weniger schön und komplex im Hangverlauf macht. Ein einziger grüner Koloss, der wie eine Leinwand aus Landschaft hinter den beiden riesigen Holztieren aufgespannt wird. Ich gehe nach links, die Richtung in die Arusha in 167 Kilometern angepriesen wird. Zwei junge Männer umhüllt von ihren Stoffen mit den Farben, die ihre Ethnie repräsentieren, kommen mit Stöcken auf den Schulter liegend auf mich zu, an welche ihre Waren gebunden sind. Armbänder und schwarze Sandalen mit bunten Perlen dran, Fingernagelknipser, Messer aus Südafrika, und mehr Armbänder. Die Beiden tragen jeweils Schuhe aus einem Motorradreifenprofil, das mit rotem Lederband um den Fuß gehalten wird und anscheinend perfekt zu sitzen scheint. Das sieht so phänomenal aus, dass ich mir sicher bin Schuhe zu tragen, wenn ich solche besitzen würde. Eine Lederschlaufe hält den großen Zeh, eine andere den vorderen Fußabschnitt und eine weitere verläuft hinter dem Hacken, wobei der Reifen leicht gewölbt um die Füße anliegt und vorne und hinten nach oben flieht. Ihre Verwirrung und ihr Spaß bei meinem Anblick ist Gold wert. Eine lange grade Straße öffnet sich vor mir und ich sehe, dass das der grade Weg nach Arusha ist und dafür bin ich noch nicht bereit. Ich gucke nach rechts zum Berg und um dort hin zu kommen, muss ich durch eine Enge Marktstraße mit unendlich vielen Kilos farbenfrohsten Obst. Viele kleine Fahrzeuge in einem sehr kleinen Raum und ich dazwischen, wie ich mich ungeschickt mit riesigem Rucksack an fahrenden Bajajis vorbei schiebe und von Blicken verschlungen werde, bis das Stadtgewusel mit einem Mal aufhört und meine Füße auf weiche, kühle, volle und fruchtbare Erde treten. Auf einmal bin ich in der Natur und ich laufe den erdigen Pfad beinahe einen Kilometer entlang. Ich schreite durch unfassbar höhe Baume und überall um mich herum ist eine Perfektion an Ackerbau betrieben, die in Diversität und Platzgebrauch gar nicht übertroffen werden könnte, solange man nur den zweidimensional Raum nutzt. Ich sehe das erste Mal Kohlrabipflanzen in Tanzania, Bananenbäume, lange Streifen aus Mchicha, eine Art von kleinem grünen Gemüse. Der dünne Baum, der laut jemandem aus der Kasavawurzel wächst und dichte grüne Büschel, die ich nicht kenne, füllen die Erde, die noch frei war. Die arbeitenden Menschen des Ackers grüßen mich neugierig mit langsam schwingenden Händen und neugierigen Blicken, während sie ihre Arbeit kurz pausieren und auf ihre Gerätschaft aus Holzstil und Metallklaue gestützt dastehen. Kinder folgen mir in Distanz und die Bananen, die ich grade für diesen Zweck gekauft hatte, gehen an sieben Kinder. Ich komme über eine kleine Holzbrücke mit hölzernem Geländer und einzelnen ganz natürlich gewachsenen Planken, die in ihren Spalten Einsicht in die Welt darunter bieten. Unter uns fließt nämlich ein kleiner Strom durch braune Erde und schwarze, scharfe Steinplatten. Riesige Wurzeln von Bäumen hängen den Hang hinter und Schatten ist überall durch die Anzahl an Bananenbäumen. Es herrscht eine Atmosphäre, die ich in Mwanza nie erlebte und es scheint so grün wie noch nie um mich herum zu sein

Die Bäume füllen den Raum der Luft in allen verschiedenen Höhen und Dimensionen und nicht lange nach dem ersten Bach finde ich mich an dem Ufer eines anderes Baches. Dort trete ich vom Pfad und lege meinen Rucksack das erste Mal ab und rolle mein Zelt aus, um mich schlafen zu legen. Das funktionierte auch fabelhaft, allerdings belagerte mich der Gedanke an Schlangen für eine ganze Weile. Der Wind ist lau und sehr warm, das süße Brüllen einer Kuh breitet sich durch die wunderschöne Gegend voll mit Leben und ihre Stimme klingt wie aus Jurassic Park geklaut. Verblüffende Ähnlichkeiten entpuppen sich in dem Hall durch die natürliche Ferne meiner Umgebung. Kinder spielen in der Nähe und jene sind es auch, die mich nach einer halben Stunde finden und nach Geld fragen. Als ich dann aufwachte, starte ich in das Blätterdach fünf verschiedener Baumarten und wie ihre unendlich verschiedenen Blätter in allen Formen durch den leichten Wind tanzten. Der kleine Fluß neben mir, mein Rucksack zu der Linken an einen dünnen Baum gelehnt, die Augen auf der Höhe des Grases und dem Laub, der Erde der Äcker und Bananenbäume wohin man auch schaute. Mit den Kindern breche ich auf zur Straße und sie haben einen großen Spaß daran meine Situation falsch zu interpretieren. Ich lade sie alle auf Chipsy, also Pommes ein, aber davor bringen sie mich noch zu ihrem Elternhaus und ich verbeuge mich vor den Ältesten. Der Vater bondet kurz mit mir, scheint einem zufälligen Weißen seine Kinder anzuvertrauen und wir laufen weiter. Wir gehen zwischen engen Wänden hindurch, an braunen Lehmwänden mit Stöckern im Mauerwerk, um den Lehm zu halten und jedes Bestandteil des Hausbaus kann in der Natur der Gegend gefunden werden. Die Zwischenräume zwischen den Häusern lassen mich grade so hindurch kommen. Auf einer Wiese sind überall kindestiefe Löcher gegraben und dort wird vielleicht Müll gesammelt oder ein Kompost angesetzt, der das Loch füllen wird, damit später Bäume fort gepflanzt werden können. Ich konnte es nicht genau erkennen, denn ich war zu beschäftig mit dem Versuch nicht hineinzufallen. Als die Kinder ablassen und zufrieden ihre Pommes genießen, gehe ich weiter und stolpere nicht lange danach in einen ziemlich betrunkenen oder schwer durch Alkohol Geschädigten. Ich glaube nicht, dass er das Geld besaß, um zu dieser Stunde schon betrunken zu sein. Er läuft mit mir mit und hilft mir meine weiße Schnur vom Rucksack zu entfernen, damit ich alles vorne zubinden kann und den Druck von den Schultern ein wenig nehme. Diese Schnur ist aus Spanien und wurde mir geschenkt, als Martin und ich in einer Stadt durch die Promenade liefen und mein Rucksackträger riss. Wir standen neben einer kleinen Baustelle und in der selben Sekunde kam eine Frau vorbei, sah das Unglück und übersetzte für uns zu den Männern, die neben uns am handwerklichen Werke waren. Wie in einem Film hatten jene genau jenes Band parat und verschenkten es, obwohl man merkte, dass sie es nur taten, weil die hübsche Dame dazu aufgefordert hatte. Eine schöne Erinnerung, die mir nun relativ mit wenig Gefühl vom Rücken und dessen Rucksack entfernt wird. Der Rucksack ist auf Ansatz gefüllt und schwerer als in Erinnerung. Mein gutreichender neuer Freund wird auch auf ein Essen eingeladen, aber davor versucht er noch verzweifelt sein Beileid an meinen Füßen auszudrücken. Als wir unseren Essensort erreichen, geht er auf die Knie und hält meine Füße, während er sich entschuldigt, immer und immer wieder. Ich kommentier das nicht. Während dieser Situation hatte ich eine nette Unterhaltung mit einem jungen Mann ganz in ein weißes Gewand gekleidet und erklärte ihm wer ich bin. Als die Dame des Standes das Essen brachte und mir das Rückgeld gab, umarmte ich meinen Freund des Bodens und lief weiter. Wer weiß was er für Probleme hinter sich hat. Jemanden für seinen Konsum zu richten, könnte mir nicht ferner liegen, aber angenehm ist ganz anders. Ich freue sich kindisch über das Essen und das war erfreulich zu sehen. Außerdem war die Situation witzig mit einem anderen jungen Mann zu reden, der offensichtliches Interesse an mir hatte, während mit ein älterer Herr an den Füßen liegt und sein Leid ausspricht.

Zu dieser Zeit war noch niemand für mich stehen geblieben. An der Straße lief ich schließlich noch nicht lange und was waren meine Erwartungen? Viele Autos hatten mir schon zugewunken, aber niemand kam direkt auf mich zu, um mir eine Gelegenheit zu bieten mitzukommen. Anstarren kann mich ja jeder. Tun auch beinahe alle. Ich war grade dabei kritisch zu hinterfragen wie lange ich diese wahnwitzige Haltung beibehalte und einfach stur weiterlaufe, aber mein Gedankengang kam zu keinem Ende, denn keine zwei Minuten auf dem Asphalt Richtung Arusha hielt dann mein erster Fahrer eines Booda-Motorrad. Wir grüßen uns mit dem Handgruß der hier gängig ist, bei dem die Hände ineinander verschließen mit den Fingern und die Daumen aneinander drücken und dann aneinander vorbei schnipsen und ich erzähl ihm was ich grade mache. Seine Anfangsfreude verwandelt sich klar sichtbar in Sorge und er deutet mir aufzusteigen. Ich bedanke mich und lehne ab, indem ich ihm sage kein Geld zu haben. Das hatte er soweit schon gewusst und wiederholt seine einladende Geste und schon sitz ich auf meiner ersten Mitfahrgelegenheit auf einem Motorrad. In Deutschland bin ich nur einmal auf einer türkisen Vesper gesessen, und erst seit ich hier bin ist es normal geworden auf solchen Fahrzeugen zu sitzen. Ich finde es jedes Mal aufs Neue super cool und genieße den Fahrtwind nach so viel Hitze sehr. Ganze fünf Kilometer nimmt er mich mit und ich frage nach seiner Familie, den Namen seiner Kinder, über seine Herkunft und ob die Gegend sicher bei Nacht ist. Er möchte über meine Arbeit und mein Wandern wissen und ich erzähle ihm das, für was mein Swahili bisher am nützlichsten war. Ich stelle mich selbst vor wie eine Eins! Jemand wird mich am Abend fragen, ob ich stolz darauf bin, Swahili zu können, und noch nie hatte ich drüber nachgedacht. Die nette junge Dame neben der ich dann geschenkte Chapati essen würde, bringt mich auf eine nette Idee und ab jetzt bin ich ein bisschen stolz darauf etwas zu können, anstatt jeder Person zu erzählen, dass ich nur ein kleines bisschen weiß und langsam lerne. Quatsch! Ausreichend um jene Menschen kennen zu lernen. Warum macht man sich bei so vielem immer so klein. Der Minderwertigkeitskomplex ist mir ja nichts Neues, aber jedes Mal überrascht es mich erneut, dass man sich bestimmte Sachen einfach nicht gönnt. Also würde man sich damit schädigen sich selbst toll zu finden... ich würde behaupten, dass meine Eltern nichts falsch machten, und werde den Fehler irgendwo in mir versuchen zu finden.

Ein kurzes Gedankenexperiment zum Warmwerden in dieser Reise. Vorstellung brauchen wir noch oft genug beim Versuch zu glauben, dass alles im kommenden Beschriebene der Wirklichkeit entspricht. Stell dir bitte vor nach Deutschland einzureisen. Vielleicht warst du zuvor dieser Booda Fahrer in Tanzania, an dessen Becken gerutscht ich grade ruckelnd sitze. Du hattest zuvor ein Familienvermögen für Deutschstunden ausgegeben und möchtest täglich an der Last dieser Sprache zerbrechen. Wie wirst du aufgenommen als Schwarzer in einem fremden Land wie Deutschland? Welches Bild hast du bisher von Deutschland und welche Unterschiede werden dir beim Lesen dieser Geschichte auffallen? Bleibe aufmerksam und reflektierend, denn wir möchten nicht weiter ein solches Bild vom eigenen Land haben müssen; nicht wenn wir dazu beitragen könnten es zu verändern. Hättest du als Mensch aus einem anderen Land die gleichen liebevollen und freundlichen Interaktionen wie ich? Hey, bestimmt, wenn du offen und freundlich genug bist und die richtigen Menschen triffst. Aber trotzdem ist es wohl eine ganz andere Hausnummer von hier nach dort zu kommen und der größte aller Unterschiede wird sein, dass du früher oder später deine ersten brutalen Erfahrungen mit Rassismus machen müsstest. Menschen die dich für dein Äußeres hassen, schlechter behandeln, als etwas Geringeres behandeln... können wir uns wirklich vorstellen was das heißt? Du kommst auf eine Person zu und diese beschaut dich mit Ekel?! Du beginnst ein Gespräch mit Offenheit, Zuneigung und erfährst eiskalte Ablehnung?! Du erlebst wie es ist, nicht als voller Mensch behandelt zu werden.
Wie kann meine Geschichte und mein Erlebnis als Weißer in Tansania und jene Umstände des Rassismus in einer Welt koexistieren? Wir haben einen gigantischen Weg vor uns und kein Moment ist zu schade um sich zu reflektieren, sich weiter zu bilden und mit anderen darüber ins Gespräch zu kommen. Frage andere Mitmenschen nach ihren Erfahrungen, nach ihrem Umgang, ihrem Wissen und wachst miteinander weiter in dieser Thematik, weil es essenziell für unser Mensch sein ist! Dass wir in einer Zeit Leben in der über das noch geschrieben werden muss, möchte mich ehrlich zerreißen...
Ich möchte es mir kaum vorstellen und bange immer noch täglich mit den drei Freundschaften aus Mwanza, die nach Deutschland möchten, um ein neues Leben zu starten, mit denen ich Deutschstunden im Prozess hatte und den unterirdisch schwierigen Visumsantrag mitbekomme und Bewerbungen für Einsatzstellen schrieb. Deutschland, bitte hab Erbarmen.

Erbarmen ist schönes Wort...
Ich möchte dich mit den Inhalten übrigens nicht kaputt machen oder unnötig stressen oder unkomfortabel machen, aber ein wenig Abhärtung ist gebraucht, um den Rest des Ganzen dann schlucken zu können.

Eine Boodafahrt und er bringt mich in ein Dorf und dessen Markt. Ich glaube der Ort hieß Mahugu. Der Fahrer gibt mir Geld und das ist die Spitze an Unangenehmen, aber auch an das werde ich mich voraussichtlich gewöhnen müssen. In Europas Reisen durfte ich mich überwinden und Scham empfinden nach Hilfe zu fragen, um zu überleben und hier werde ich lernen müssen, Hilfe anzunehmen, damit sich die andere Person nicht schlecht fühlt. Ich hatte gelernt wie man 'God bless you' und 'Alles Gute' sagt und erzähle ihm genau das, auch ohne dass wir direkt einen Gott teilen würden. Ich meine es dennoch völlig ernst. Die gängige Ausdrucksform dafür ist ‘Mungu akubariki!’. ‘Kila la heri’ bedeutet Alles Gute. Oder es heißt was ganz anderes und ich erzähle großen großen Mist an alle meine Helfer*innen. Ist mir auch schon oft genug passiert, aber der Lernprozess ist dafür ein sehr klarer bei solchen Fällen.

Von den 2K Schilling die ich bekomme, kaufe ich eine Mango für den vierfachen Preis, um das Geld wieder los zu werden. Die gute alte Frau am Boden, die grade ich Portion zu verkaufende Erdnüsse aufbrach, war erfreut und verwirrt, und ich war froh wieder ohne Geld zu sein und ließ sie im Baumschatten auf ihrer kleinen bunten Matte sitzen. Die Mango kam nicht weit, weil ein kleiner Laden für Booda Reparaturen mich einlud mit ihnen zu sitzen. Ein Stuhl wurde sofort freigemacht und ich stelle meinen Rucksack in den schwarzen feinen Sand um uns herum ab, durch Ruß und Gummi verfärbt. Niemand möchte ein Teil meiner Mango abhaben, weil sie das mit dem Ohne-Geld-Reisen in meiner Erzählung als zu ernst sehen und so genieße ich eine nicht perfekt reife Mango, geschnitten durch mein väterlich vermachtes Opinel. Und obwohl jenes zuhause im House of Hope in Mwanza durch unzählige bewundernde Mutterhände ging, und manchmal tagelang nicht in meinem Besitz war, kam es immer und immer wieder zurück, wofür ich den Mamas sehr dankbar bin, die allen Grund gehabt hätten bei den totstumpfen Klingen überall mal so ein Prachtstück aus französischer Herstellung mitzunehmen. Es ist das Opinel Inox! Ganz viel Liebe an unsere Mamas. Und noch viel mehr Liebe an dich, Mama und Papa. Ich ruf euch nachher an, wenn ich dran denke!!

Mein längster Fußmarsch seither startet über eine überaus trockene Straße im nirgendwo, aber auch dieser Marsch endet zu gegebener Zeit und zwar an dem Ort meines nächsten Lifts. Der Booda Fahrer ist eine coole Socke gewesen und nur mein Rucksack versuchte mich mit dem Band vorne zu erwürgen, weil er auf einem Sack Reis hinten am dem Booda aufsaß und mich um weiten überragte. Die Fahrt kam mir ewig vor, aber über die länge einer Fahrgelegenheit beschweren sich nur Doofe. Angekommen, kostenlos, setze ich mich an die schattige Außenseite eines Restaurants und schreibe Bukele, meiner besten Freundin in Mwanza zurück. Ich werde in dem Prozess von einem jungen Kerl entdeckt, der eine hübsche Lücke zwischen den Vorderzähnen hat und dem Anschein nach in diesem Restaurant Arbeit fand. Trotz seines Glückszahns bin ich derjenige mit all dem Glück, denn er lädt mich auf zwei Flaschen Wasser und Chipsy, also tansanische Pommes ein. Ich bin völlig überrannt und bedanke mich von Herzen. Das ist eine Sache, die man egal nach wie vielen Wochen des geldlosen Reisen nicht verlernen wird. Egal wie viel Gutes dir getan wird, egal wie viel dir geschenkt wird und was alles passiert - den Dank verliert man ehrlich nicht, denn vor allem durch ihn zieht man Menschen und ihre Gaben an. Dank ist eine wertvolle Bezahlung im Handel der menschlichen Werte. Die Philosophie dahinter, genannt HuVEx, ist jene, welche ich mein Überleben zu größten Teilen schulde. Auch wenn das nur ein Mittagessen ist, bin ich trotzdem im gleichen Maße dankbar, als wenn mir englische Touristen in Südfrankreich 50 Euro schenken, während ich Steinblumen einer Fassade in mein Notizbuch übernehme. Es ist nicht das Materielle oder der Geldwert dahinter für den ich danke, sondern für den höchstmenschlichen Akt des Gebens zu Mitmenschen, die weniger haben. Und dafür werde ich immer dankbar sein können, weil genau jener Akt es ist, der mich und die Welt und ihre Menschen am Leben hält.

Ich komme für eine kurze Weile echt an. Auf einem blauen Plastikstuhl und gleichfarbigem Tisch, außerhalb des Restaurants. Ich wurde nicht gebeten drinnen zu sitzen und finde das super. Ein paar Menschen von der Straße kommen vorbei und wir lernen uns ein bisschen kennen. Einer ist Maurer und sparrt für das Geld für den Führerschein um Lkw-Fahrer zu werden. Der Andere hat auch eine Geschichte, ist aber interessierter an meiner. Ich zeige ihm alles was ich in meiner Bauchtasche dabei habe. In meinem Portmonee habe ich Geldscheine aus allen Ländern, die ich bisher bereiste, jeweils einen davon. Er ist absolut begeistert von dem 5-Euro Schein, den ich besitze und ich verschenke ihn. Dabei denke ich nicht an den Wert des Geldes, sondern sehe den Schein genauso wie er. Als ein hübsches Stück Papier von weither, mit coolen Zeichen, Symbolen und Details darauf, ohne tatsächlichen Wert, außer den des Tausches. Über Tausch und Handel gibt es auch noch eine Welt zu besprechen. Wenn ich auf so einer Reise wie dieser anfangen würde einen kleinen Gegenstand immer gegen etwas zu tauschen, so dass beide Seiten gewinnen und ich jedes Mal eine Wertsteigerung erzielen würde, dann käme ich als reicher Freiwilliger wieder in Mwanza an. Möglich ist es, aber wer bin ich schon?
Meine Reise soll übrigens nach Dar es Salaam gehen. Hab ich das erwähnt? Ich hab ein Seminar von meiner Organisation in der Nähe von dort und einen Monat Zeit um hin zu kommen. Aber eben kein Geld und keine Lust mit Geld zu reisen. Kontext, Check!

Der neue Freund des Restaurant sagt, ich könnte hier schlafen und für zwanzig Minuten kann ich tief entspannen mit diesem Gewissen. Dann merke ich, dass das zu einfach wäre und berichte von meiner Weiterreise was er doch sehr gut verstehen konnte. Er las auch schon den Swahili-Brief, den ich Zuhause verfasste, damit Menschen meine Lage in Detail verstehen könnten. Zwei Seiten auf Papier, zuerst in Englisch auf dem Laptop verfasst, das mit der künstlichen Intelligenz in Swahili übersetzt und dann mit Stift nieder geschrieben, damit das Blatt gefaltet immer in der Bauchtasche sein könnte. Ich glaube einen kleinen Fan gewonnen zu haben und ihn ein bisschen zu enttäuschen, als ich ihm von meiner Abreise berichte. Er läuft noch ein paar hundert Meter mit mir mit, kauft mir eine Pepsi Diet, die ich 100 Meter weiter wieder verschenke, und wir sagen auf Wiedersehen. Kein Wort Englisch war Teil von dieser Konversation. Ich befinde mich auf der Straße, auf welcher mich in zwei Stunden ein Bus aufnehmen wird und kostenlos für drei Stunden bis nach Arusha fährt. Aber zuerst laufe ich diese Zeitspanne und finde gelbe Früchte bei denen manche sagen, sie wären essbar, aber ein alter Herr auf seinem Fahrrad meint im Vorbeifahren, dem wäre nicht so. Glück gehabt. Ich vertrau aufs Alter.
Drei Typen auf einem Booda kommen und der Mann in der Mitte, mit Sonnenbrille, bunter Rastamütze und Dreadlocks drunter, fragt ob ich einen Dollar hätte. Hä? Wieso? Also wie kommt man auf so eine Frage? Aber noch schlimmer, ja, ich hab genau einen Dollar von noch von Hawaii, wo ich war, als ich am Ende des sozialen Kanadajahres einen Urlaub mit meiner besten Freundin dort unternahm, aber wieso will er den? Ach Mist... Einen Dollar später laufe ich weiter und bin wieder ein bisschen leichter. Soll ich das mit dem Karma nochmal ansprechen, oder kommt es dir als lesender Person inzwischen auch schon natürlich vor, dass bald ein wildes Gefährt halten wird, um mich ein Stück weit zu transportieren? Das Fahrzeug hat die Vorderachse eines Traktors mit großen Reifen und einer tiefen Landschaft aus Profilen, einem offenen Motor und alles wird mit ganz langen Hebeln an der Seite gelenkt, die zum Mittelteil der Konstruktion führen. Der Motor sitzt zwischen der Achse und gemeinsam zieht diese Kombination eine riesige Maschine hinter sich her, und an dieser hängt ein kleiner blauer Hänger auf welchem ich sitzen darf. Der Hänger hat allerdings ein Problem mit der Verbindung zum Hauptkoloss und bald müssen sie stoppen, um es zu reparieren. Der mittlere Berg ist ein einziges Gebilde aus Mechanik, der ich keinen Zweck zuordnen kann, nicht beim besten willen. Kein Lastkraftwagen möchte für sie anhalten und ihnen helfen, was mir sehr leid tut, aber dafür halten die sechs Jungs einen Bus an, und arrangieren meine Fahrt nach Arusha und diesmal bin ich tiefst und ehrlichst perplex, über was grade passiert ist. Von dem liegen gebliebenen Gefährt, welches direkt aus einem Märchen entsprungen sein könnte, in einen Bus hin zum Ziel, weg von der brodelnden Straße etwas außerhalb der gigantischen Serengeti und in einer Gegend, die wie ich später merke, gar nicht so sicher gewesen ist was die Tiere angeht.
Der Bus ist cool drauf und der Fahrer plus die zwei stehenden Arbeiter des Busses lieben meine Geschichte und binden den ganzen Bus mit ein. Ich kriege sogar einen Sitz, allerdings ohne Lehne, was bedeutet dass Bauch plus Rücken ableisten müssen, während ich drei Stunden mit Rucksack auf dem Schoß versuche mich nach vorne zu lehnen. Die Gegend um Arusha herum ist wirklich eine Welt für sich, zu der ich zurück kehren muss im sie im Detail zu erleben.

Auf dieser Fahrt sehe ich wirklich unglaubliches. Die Art des Lebens ist nochmal so völlig anders von Mwanza und noch nie in meinem ganzen Leben habe ich eine Zebraherde neben der Straße grasen sehen. Als ich meine Jungs im Bus frage, sagen sie diesmal entschieden, dass es hier nicht sicher wäre zu campen. Ich sehe mehr und mehr Männer in rot karierten Stoffen und mit den Autoreifenschuhen und bunten Perlen an ihnen plus Stöcker zum laufen und verteidigen an ihren Seiten. Die legendären Maasai. Loana würde mir berichten, dass es auf Sansibar von vielen dieser geschmückten Männer wimmelt, die allesamt versuchen dort ihr Leben aufzubauen. Diejenigen, die noch zuhause sind, darf ich grade im Vorbeisausen beobachten.

Am Ende der Fahrt werden mir 4K tansanische Schilling von einem anderen Fahrgast zugeschoben, damit ich mir ein Abendessen holen kann. Das werde ich auch. Die Tür schließt sich hinter mir, nachdem ich krampfhaft aus der Tür gedrückt wurde. Nach der Geburt ist der Bus leichter, ich in Arusha und der Tag vorbei. Es ist stockdunkel und ich bekomme einen Maiskolben von einem klitzekleinen Grill von der Straßenseite und ein großes Wasser etwas später, gekauft vom Geld, welches ich grade bekommen hatte. Meine Flasche hatte ich bei den gestrandeten Jungs vom Straßenrand im Nirgends vor der Busfahrt gelassen. Und genau hier beim Wasserstand steigt grade ein Dude namens Joshua aus und spricht mich auf Englisch an, was ich vorhätte. Ich erzähle, dass ich einen Platz zum Campen suche und er meint, dass es in der Stadt nicht gut wäre, und außerhalb der Lichts gefährlich wird. Auf die Frage ob durch Tiere oder Menschen, sagt er Menschen…
Er deutet mir in das Dreirad, Bajaji, zu steigen und wir fahren gemeinsam wohin. Als wir halten und er kurz heraus springt, realisiere ich zu spät was er in dem Gebäude macht und als er mich einweiht, meint er mir eine Nacht in diesem Guesthouse gekauft zu haben und dann drückt auch er mir extra Geld (5K) in die Hand für ein gutes Essen. Dieser Mann ist sehr gläubig und ich bekomme ein paar wunderschöne Sachen zu hören, bevor er nach Hause zu seiner Familie fährt. Er meinte noch mich morgen anzurufen und für mich einen Weg zu suchen, wie ich direkt nach Bagamoyo kommen könnte, so heißt mein Seminarort… das wäre bereits das Ende meiner Monatsreise, aber so schnell wollen wir das Ganze ja nicht beenden. Ich gebe auf, all meinen Dank in Worte fassen zu wollen, verneige mich tief und wünsche ihm mit der Hand auf dem Herzen eine gute Nacht und versichere ihm wie viel er mir hiermit geholfen hätte.

Ich hole mir mein Abendessen in der Straße, wo zwei junge Damen Chapati und Bohnen plus Tee verkaufen. Der Tee ist unglaublich und beinhaltet Tangawizi, übersetzt Ingwer, und Orangenblätter. Ich spreche sehr lange mit einer der beiden Mädchen, weil ihr Englisch ein gutes ist und gehe nach drei Tassen Tee zurück ins Guest House und kenne jetzt eine anstrebende Modedesignerin aus Arusha mit einer sehr freundlichen Art und einem tollen Ort für guten Tee.
Mein Zimmer ist wunderschön. Um das Doppelbett hängt eine Wand aus schneeweißem Moskitonetz und eine Dusche hab ich auch. Ich mache mich fertig, breite mein Zelt neben dem Bett aus und schlafe einen ungewöhnlich schönen Schlaf ohne mein Glück wirklich fassen zu können. Über die Steckdose bin ich hochentzückt. Dass ich nicht in Betten schlafe, weißt du ja schon, oder? Aber ist dir auch bewusst, dass nicht das Bett der wahre Luxus ist, sondern die Sicherheit von Wand und Decke, diese wundervolle Ruhe und das Wissen ausschlafen zu können? Die Psychologie hinter Komfort muss ich wirklich irgendwann mal basierend auf eigenen Erfahrungen ausführen. Jetzt grade fehlt die Zeit. Beziehungsweise ich habe besseres zu tun, denn es geht gleich weiter. Ich bin direkt ins Bett gegangen und wachte ganz früh auf, um den Morgen hindurch zu schreiben.


Heute ist ein genialer Tag! Es ist morgens. Er startete damit, dass ich ein paar Sekunden vor meinem Wecker noch mit geschlossenen Augen feststellte, genau jetzt wach zu sein. Genau drei Sekunden danach erklang mein Wecker und ich sitze nun hier und schreibe. Ein paar Minuten noch und ich hoffe in Richtung Berg Meru in Arusha unterwegs zu sein. Ich bin wahnsinnig gespannt, was dieser Tag bringen wird. Mein Gott, was für eine Aussicht in eine unglaubliche Zeit… ich fühle mich mal wieder stark beschenkt und bin auf dem Weg das beste aus allem zu machen?
Ist dieser Life-Style eigentlich die wahrste Definition von Life-Hack? Jene, die herausfinden wie es ohne Geld geht, müssen doch auf einer ganz heißen Spur sein oder? So fühlt es sich auf jeden Fall an.


#2 TZN-Journal - Arusha’s Pfad