Der Gedanke eines höheren Wesens, welches uns und unsere Welt geschaffen hätte, ist uralt. So haben wir heute fünf ‘Hauptreligionen’ und tausende von Gottheiten a die wir glauben können. Menschen versprechen uns den Schlüssel an allen erdenklichen Orten gefunden zu haben. Angefangen hat das alles, wie so vieles, mit einem Denkfehler und mangelnder Information, aber einen sehr starken Gefühl. - Na klar! In einem medium-professionellen Buch wie diesem darf neben der Gesellschaftskritik natürlich nie die Kritik an der Religion fehlen.

These:

Die früheste Entwicklung des menschlichen Glaubens war geprägt von Tier- und Pflanzenerscheinungen und ihrem beinahe magischen Sein - ihr unendlich verschiedenes Aussehen und ihr Wesen. Die Größe, Schönheit und Komplexität der Natur muss unvorstellbar auf Menschen gewirkt haben, die im Einklang und im absoluten Austausch mit dieser Welt gelebt haben. 

Stell es dir mal vor! Du hockst als jagender Urzeitmensch auf dem dichtgewachsenen Waldboden und beobachtest einen grasenden Hirsch mit einem hübschen im Sonnenlicht schimmernden Geweih, seine ruhigen rupfenden Bewegungen beim essen, die bebenden Nüstern, das Zucken des wunderschönen Schultermuskels... seinen mächtigen Kopf der friedlich am Boden grast, das riesige Geweih in dem ein wenig Moos von den Bäumen hängt, an denen er vorbei ging und der Gesang aus Vögeln der diese kleine Lichtung füllt. Du wartest in der Hocke hinter einer verfaulenden Baumwurzel und dein Griff um deine Jagdwaffe ist fest. Kleine Insekten füllen die Luft um dich, während eine rot-gelb gemusterte Spinne auf dem Blatt neben dir sitzt und eine winzige Fliege in ihr Netz einrollt und verspeist. Als der Wind anfängt ein leichtes Rascheln durch das gesamte Umfeld und sein Blätterdach zu tragen und jedes lebende Wesen die bewegte Luft auf der eigenen Körperoberfläche wahrnimmt, bist du auf einmal ganz klar im Kopf und merkst, Teil eines großen Ganzen zu sein. Du spürst eine starke Bindung zu dem gewaltigen und starken Wesen mit Geweih vor dir, aber genauso fühlst du alle Wurzeln der Bäume unter dir und eine unleugbare Verbindung mit Allem. Die Welt scheint selbst zu atmen und du bist Teil dieses Herzen… alles lebt und vergeht. Man isst und wird gegessen. 

Hey cool. Du hättest dann das erlebt, was jedes menschliche Wesen in der Natur erfahren durfte. Natur ist alles und wir sind Natur. 
Menschen lebten im Einklang mit genau dieser Natur - lebten von ihr und dankten ihr und ihren Wesen des Physischen und Geistigen für ihre Hilfe. 
Vor 5-7 Millionen Jahren durften wir uns feierlich von den Affen trennen. Hier machten wir den Absacker und den denkbar größten Fehler unserer Geschichte - wir verließen die Bäume. Vor beinahe 3 Millionen Jahren schlüpfte dann der ‘Homo’ aus dem Ei und wollte Mensch sein. Das alles passierte natürlich in Afrika. Der Kontinent, den die ersten Homo Sapiens erst vor 300.000 Jahren verließen. In dieser ganzen Zeit hatten sie also eine Menge Zeit und viel wundervolle Natur um sich herum. 
Ab und zu nuckelte man mal am falschen Pilz, der in den Misthaufen von Elefanten besonders gerne Spross und schon hatte ein urzeitliches Wesen, dem Menschen ähnlich, eine Erfahrung über alle Sinne und Wahrnehmungen hinaus, welches zusammen mit der Erfindung des Feuers und dem dadurch viel höheren Proteingehalts im Essen durch das gekochte Fleisch einen Wachstum im Gehirn vereinte mit diesem Effekt des Psylobin als Beispiel verkörpert - Gehirnsreale interagieren in nie dagewesenen Weisen. Zu dieser entsteht genau das, was diesen schwachen Menschen an die spitze der Nahrungsmittel führen würde. Die komplexe Sprache. Was diese Menschen durch psychedelische Substanzen erfahren durften, ist das wohl größte Erlebnis im menschlichen Kopf in der gesamten Geschichte. Hieraus, so vermute ich, folgte die Einsicht, dass Natur ein lebendes, intelligentes, übermenschliches Wesen als Ganzes darstellt und nicht nur wurde sie angebetet, sondern auch beschenkt mit Opfern. In Zeremonien und Ritualen nahmen die Spirituellen eines Stammes durch Kräuter und Wurzeln und Pilzen Kontakt zu den Wesen der Natur und ihren Ahnen ahnen. Junge Menschen wurden zum Übergang in das Erwachsensein durch solche Rituale geführt, um ähnlich zu meiner eigenen Erfahrung zum Leben selbst aufzuwachen. Aber es würde nicht lange dauern, bevor man die Natur als großes und viel zu komplexes System personifiziert und es zu einem anschaulichen Term wie ‘Mutter Erde’ oder ‘Gaia’ abkürzt. Ab jetzt könnte man beginnen ein höheres Wesen mit personengleichem Namen anzubeten und sie zu ‘vergöttern’. - These Ende.
Als wir dann auf die Idee kamen, dass immer herumzureisen auf der Suche nach Futter und einem Unterschlupf zu anstrengend sei - ein großer Fehler m. E. - entschlossen sich Menschen dazu, ihre Nahrung selbst anzubauen. Andere gesellten sich dazu, weil ihnen Happahappa, also Essen, für Arbeit angeboten wurde und ganz automatisch erschuf sich in diesen Grundzügen die Basis für die tausende von Jahren anhaltende soziale Hierarchie. Ich baue das Getreide an und besitze den Boden. Du arbeitest für mich und bekommst einen kleinen Teil des Ernte. Die erste Währung war übrigens eine Art Getreidekorn. Voll praktisch. Wenn du es nicht für andere Dinge eintauschen wolltest, dann konnte deine Familie zumindest davon leben. Deswegen heute der Spruch zur modernen Währungskritik: Geld kann man nicht essen. Und dabei gibt es doch bereits so grandiose Erfindungen wie Esspapier…. Da müsste man echt mal was machen, hör mal!
Es entstand auch etwas ähnliches zu unserem Übermenschlichem davor, allerdings fehlt nun oft der Naturaspekt. In der unglaublichen Zivilisation Mesopotamien, eine der ersten fünf großen Menschenorte unseres westlichen Erkenntnisstandes nach, entstanden Gottheiten für den Himmel, oder den Wind. Für Krieg und für Liebe. Außerdem hatte so ziemlich jede Stadt seinen eigenen Schutzgott. Das Konzept Mutter Natur als Ganzes, bröckelt in kleinere Aspekte auseinander und wird an allen Orten personalisiert und auf eigene Ansprüche zugeschnitten. Man entfernte sich durch den gewählten Lebensstil immer weiter davon der Natur schutzlos ausgeliefert zu sein und auf die Gunst der Natur zum eigenen Leben angewiesen zu sein. Was haben wir mit unserem Urzustand noch gemeinsam? Jäger* und Sammler*? Gibt’s noch, aber ich bin es grade nicht. 

Die Induskultur und die Chinesen wiederum hielten allerdings fest an ihrem Glauben an Naturgottheiten und die Verehrung von Tieren, als auch der Anerkennung ihrer Ahnen und deren Geistern. Es lohnt sich unendlich, sich damit zu beschäftigen! Das kann einen riesigen persönlichen Wert einnehmen, wenn man sich aus eigenem Ansporn mal damit auseinander setzt. Bei mir ist es definitiv auf eine Ader gestoßen. Allein schon dieses lebenslange Wundern darüber woher diese Drachen der Chinesen kommen… hat alles seine Antwort. 

Die Griechen schafften das Ganze mit ihrer Idee des Polytheismus völlig zu übertreiben, die Römer klauten es und gaben die sympathische Facette dazu, auch ihre Kaiser als Gottheiten verehren zu lassen. Poly heißt Viel und mit den Griechen und ihren Mythologien haben wir Menschen es dann geschafft, das Meer aus Gottheiten völlig zu überschwemmen. 
Der vorhin genannte Induskult war Vorgänger des späteren Hinduismus, welcher sich auch nicht mit einer Gottheit zufrieden gab. Und der Buddhismus ist zwar eher philosophisch als theistisch, aber auch hier darf man jemanden verehren. Der gute alte Buddha, der lange genug unter einem Baum meditierte, bis ihm ein Licht aufging. Ein Licht so groß, dass er die ganze Menschheit damit blenden konnte und er es selbst Erleuchtung nannte. Die größte menschliche Leuchtbirne und die erste Religion, die mir basierend auf der Praxis so unfassbar gut schmeckte. Bei meiner ersten Rucksackreise bin ich auf einem Berg in den norwegischen Preikestolen über vier buddhistische Mönche gestolpert. Sie nahmen mich mit zu ihrem Kloster, welches direkt an einem unglaublichen Fjord lag und für vier Tage durfte ich alles miterleben, was ihren Alltag ausmachen würde. Über so nen Quatsch oder andere Geschichten aus meiner Weltreise schreibe ich natürlich auch eine ganze Menge. Verfolge gerne meine Welt des Travel-Bloggings und hol dir Inspiration für dein nächstes Abenteuer. Es könnte alles so einfach sein…

Ok, dann kam das Mittelalter. Der Gedanke nur ein allmächtiges Wesen über sich zu haben, erschien anscheinend wesentlich sympathischer. Das Judentum, das Christentum und der Islam waren sehr begehrt und hatten großen Zulauf. Das mit den vielen Göttern erledigte sich fast gänzlich, allerdings haben viele nordische Völker in ihren Mythologien weiterhin großen Gefallen darin gefunden, mit dem Gedanken und Glaube an viele Wesen im Himmelsreich zu spielen. In Afrika gab es sogar noch jede Menge Volksgruppen, die nicht nur an viele Gottheiten glaubten, sondern ihnen auch wieder diesen wunderschönen Aspekt der Tiergeister und des Ahnenkults zuschrieben. Bis heute. Afrika und seine Völker bleiben unser spirituelles Herz der Neuzeit, auf dem wir immer noch so unbedacht rumtrampeln. Bildung und Aufklärung… keine Ahnung was man sonst dazu sagen sollte.

Als nächstes folge das Zeitalter des Recyclings und der Haarspalterei. Luther machte aus einer Religion zwei, die Renaissance wollte die alten Götter der Griechen zurück.

Und jetzt sind wir im Heute. Viel ist nicht übrig geblieben von dem immensen Ideengut anderer Völker und ihren Kulturen.

Glaube basiert auf Moral und rechtfertigt diese mit einem höheren Wesen, dass uns vorschreibt, wie wir am besten handeln können. Glaube kann einem oft Sinn, Bedeutung und ein Leben nach dem Tod versprechen, etwas unglaublich Attraktives, weshalb Glaube auch nie aussterben könnte.

Religion auf der anderen Seite, ist in den riesigen Gebäuden versteckt, welche für den Glauben errichtet wurden, oder in den Büchern, die im Glauben an bestimmte Wesen geschrieben wurden. Die Kirche und ihre Bücher sind das Medium, welches uns unterrichten möchte, wie wir zu glauben haben. Wann und wie wir beten, wie wir handeln, wie wir uns die Welt und einzelne Aspekte erschließen sollen, warum wir der Kirche Geld zahlen und wie wir den Glauben richtig zu verstehen haben. An sich keine schlechte Sache - hätten Menschen nicht unzählige Kriege und Morde verübt, nur um ihre Religion als die einzig Richtige zu rechtfertigen oder um Missstände in ihrer Macht zu legitimieren. Dass das nichts mit Glauben zu tun haben kann, ist relativ simpel zu erläutern. Schließlich wollte Glaube nur, dass wir dankbar sind für was wir haben, dass wir andere gut behandeln, manche benannten es als Nächstenliebe, und dass wir um Himmelswillen nicht das heilige und gottgegebene Leben anderen Menschen nehmen, also nicht töten. Die Menschheitsgeschichte, wäre sie in Form einer geschriebenen Geschichte, würde an diesem Punkt eine immense Themaverfehlung kassieren. Insofern, glaubt und hofft, liebste Menschen! Hört nie auf damit. Aber bitte denkt selbst, und kritisch und mit Menschlichkeit.

Zurück zu heute und der Wissenschaft. Die Wissenschaft bietet ein Pensum an Informationen, das uns die Welt genauso gut erklären kann, wie es eine Religion jemals zu erhoffen gewagt hätte. Leider hat das alles einen Haken und das ist der Punkt, als Menschen angefangen haben an Wissenschaft zu glauben. Es gab in der Menge der Informationen allerdings keine heilige Schrift, die uns vorgab was davon vernünftig ist und was ein böswilliger Virus Satans sei. Und so kommt es, dass die meisten einfach an die Informationen glauben, die ihnen die Welt in der aktuellen Situation erklären. Hinzu kommt, dass Wissenschaft in sich selbst schon Irrwege genug bastelte. Jetzt gibt es aber auch noch selbst erklärte, erleuchtete Internetheinis, die ihre stupiden Meinungen frei und ungestraft teilen können. 

Die Problematik dürfte offensichtlich sein. Verwirrung, Ideologien, Hass, der aus Meinungsverschiedenheiten oder den Ideologien selber hervor rührt. Sich selbst als etwas Besseres zu sehen als Andere ist inzwischen keine idiotische Besonderheit mehr, sondern der Grundsatz vieler dieser neuen Ansätze die Welt zu erklären. Uns fehlt ein bisschen Plan. Wir kämpfen mit Überforderung und viel zu vielen Informationen und während wir tragisch im Meer dieser Informationen zu ertrinken drohen, fehlt uns etwas an dass wir wirklich glauben können -  an dass wir uns mit purem Gewissen klammern können, um nicht unterzugehen. Zur Zeit klammern alle an irgendwas. An ihrer Religion, an ihrem bildenden und radikalisierenden Podcast, an ihren Nachbarn der mal Lokalpolitiker war oder an die Social Media Fratze des Vertrauens. Hauptsache man steht nicht doof und unwissend da. Meinung zählt… haben, wissen, wollen, sein. Ok! Aber wo ist der schöne Ansatz der Griechen wie Sokrates, der meinte: ‘Ich weiß, dass ich nichts weiß.’ Mit der Aussage hatte er damals absolut gewonnen. Er ging mit dem Zitat maximal viral, ehrlich. Das wäre eine Ausgangslage, mit der sich zur Zeit so viel besser arbeiten ließe, als mit der störrischen Überzeugung vieler. Stolz aufs Doofsein, oder besser: einsehen, dass wir nach ganz am Anfang des Verstehens stehen. 
Aber was ist der Ansatz, der uns helfen könnte, mit unserem Gesprächspartner* zu harmonieren? Wie können wir miteinander wachsen und uns wirklich als menschliche Wesen austauschen. Wie hören wir richtig zu und wie erklären wir Umstände so, dass sie nicht als Angriff gesehen werden? Haben wir verlernt, wie man friedlich miteinander umgeht? Wissen wir wie man in Gesprächen in die Tiefen unserer Seelen vorstößt? Hoffen wir dennoch auf Frieden, wenn wir es nicht mal mit den Menschen in der Arbeit oder der Lehrkraft mit etwas verschobener Ansicht über die AfD hinbekommen? Wir müssen reden lernen, zuhören lernen und verstehen, ansonsten spucken sich Menschen bald wieder ins Gesicht, sobald sie sich in einer Unterhaltung über Recycling oder Elon Musk nicht weiter zu helfen wissen.
Halleluja, noch mehr Probleme… aber hey. Hungrig nach Ideen und Ansätzen wie wir nun sein dürften, gibt es natürlich auch ein paar von jenen. Das Meiste liegt an dir und du weißt vielleicht bereits, was du zu tun hättest. Wie verkörpert man den Frieden selbst als eine Person im Gespräch? Man sagt danke, wenn der andere etwas entgegnet. Man hört aufmerksam bis zum Schluss zu, weil das wichtiger ist, als der Gewinner einer Konversation zu sein. Wie meine gute Freundin Lena das letztens so schön zitiert hatte: ‘Der Verlierer einer Konversation ist immer der Gewinner.’ Wenn du Lust hast, das in einem sicheren Rahmen zu üben, ganz egal aus welcher Generation du kommst, dann überlege dir zu gegebener Zeit, ob ein Verein wie der unsere, Gen.ZM e.V. etwas für dich sein könnte. Wir wollen genau das erreichen. Menschen kommen zusammen und lernen richtig zu kommunizieren. Wir lernen das Vortragen von Ideen, oder das Schreiben über das eigene Sein. Wir streben uns künstlerisch zu entfalten und das während wir sportlich Neues versuchen, Meditation für uns entdecken können, Freundschaften knüpfen, Tanzen lernen oder uns gegenseitig aufklären, bilden und Bewusstsein schaffen. Auf unserer Reise Orte wie diesen überall zu erschaffen, brauchen wir dich. Es gibt etwas Goldenes in jedem menschlichen Leben und hier soll es sich selbst entdecken und wachsen. Hier sind jene Menschen, die versuchen genau wie du selbst, aus dir das Meiste zu holen und dir zu helfen, damit du der Welt helfen kannst, indem du Gutes tust. Ok, Gen.ZM, verstanden… zurück zum Gottesgeschwafel.

Wer möchte, kann auf dem eigenen Weg der Suche nach spiritueller Erleuchtung versuchen progressiv zu sein und die künstliche Intelligenz als Gottheit erklären. Übermenschlich und allwissend, etc… falls sie irgendwann die Welt übernimmt und uns unterjocht, wärst du dann vermutlich auf der sicheren Seite.

Eine kurze Nebenbemerkung, bevor wir zum Punkt des Kapitels kommen. Erinnerst du dich an das, was wir vorhin als Hierarchie angesprochen haben? Der Mensch der Getreide anbaute, brachte andere dazu sich bei ihm anzusiedeln und für ihn zu arbeiten um auch Getreide zu erhalten. Er machte sie abhängig. Die Frage, die ich in den Raum werfen möchte ist folgende: 
Kann dein Smartphone ohne dich leben? 
Kannst du ohne dein Smartphone leben? 
Wer ist abhängig von wem? 
Wer ist in der Hierarchie weiter oben? Eine banale, ja fast schon dämliche Frage… verzeih. Überleg bitte kurz, wer von wem mehr Nutzen zieht und wer von euch beiden ausgebeutet wird. Deine Zeit, dein Geld, deine Daten. Dein Konsum, dein soziales Netz, deine Erinnerungen. 


Nachdem wir nun also die Geschichte und Reize aller Glaubensrichtungen so grob wie überhaupt nur möglich angesprochen haben, bleibt nicht viel zu erzählen… das Buch kommt zu seinem sachten Ende und man könnte vielleicht noch fragen, ob wir heutzutage überhaupt noch Religion und Glaube brauchen oder ob Wissenschaft und Philosophie uns alle Antworten und allen Sinn (42) am Leben zusprechen und schenken können. Unsere Moralvorstellung könnten doch auf juristischen Gesetzen basieren und uns mit Strafen zum sittlichen Handeln bewegen? Unsere Bildung nehmen wir aus dem Fernsehen und dem Internet und unsere Meinungen kommen aus der Kommentarspalte TikTok’s. Fehlt uns Menschen dabei irgendetwas?

Die Antwort kann nicht einfach in einem zufälligen Buch gegeben werden. Hier kann nur stehen, was sich eine zufällige, junge, weltbummelnde, Person, also Icke, sich dazu gedacht hat. Wenn man nämlich versucht Geschichte als Ganzes zu betrachten, könnte man behaupten, dass jeder Versuch bisher an einem Punkt gescheitert ist und noch kein Ansatz Weltfriede geschaffen hat. Auch unsere Ideen werden das vermutlich nicht vermögen, aber wenigstens schwebt dann noch eine weitere ungefragte Meinung im Raum umher mit der man sich als Außenstehende*r befassen könnte. Unser Ansatz bleibt der Natur stark verbunden. In einer Zeit in der nichts so sehr unsere Aufmerksamkeit und Zuwendung braucht wie dieses kleine, nebensächliche, für die meisten irrelevante Ding wie die Natur, dachten wir uns aus Mitleid den Fokus wieder in diese Richtung zu rücken. Weil wir glauben es steckt mehr dahinter - auf allen erdenklichen Ebenen. Du möchtest eine kurze Geschichte, die dir die Welt erklären kann und den Rahmen deiner Vorstellung ein wenig weitet? Nein? Dann klapp das Medium auf dem du grade liest bitte zu und genieß die Stille zwischen zwei Gedanken. Der Rest möge dem Fanclub der Natur beitreten und eintauchen.

Du bist im Dschungel. Falls du es momentan nicht bist, dann stell es dir bitte vor. Das hilft der Geschichte enorm. Du bist im Dschungel und kennst nichts anderes. Du wurdest hier geboren, bist aufgewachsen, hast gesammelt, gejagt und gelernt, unbehelligt darüber ob es eine moderne Welt um dich herum geben würde. Damit befasst du dich so häufig ernsthaft, wie wi ernsthaft über Aliens phantasieren. Du kennst die Namen der unzähligen Tiere und Pflanzen um dich herum. Was deine Lernfähigkeit betrifft, bist ihr überaus fähig und du könntest leicht auf dich allein gestellt überleben. Dein Denken ist das natürlichste und verbundenste der Welt und geprägt wurdest du von dem, was die Natur in ihrem Schoß ausgebrütet hatte. Du kennst die Bräuche, Rituale und das Wissen deines Stammes und weißt wie du dich in deiner Umgebung zu verhalten hast. Du nimmst nie alle Eier aus einem Nest, trittst nie auf Ameisenhügeln herum, tötest nicht mehr Tiere, als du zum Essen brauchst und du verhältst dich ruhig und bist der stille Beobachter der Natur. Du versuchst keine Äste von jungen Bäumchen zu brechen und stört keine Raubtiere, egal welches Größenformat, auf ihrer Jagd. Wenn dir Dinge von hoher Unwahrscheinlichkeit widerfahren, machst du es dem Vorbild deiner Mutter gleich und dankst der Natur für ihre Gaben - für das Geschenk eines solchen Momentes. Sei es der Fund einer besonderen Art von Lebewesen, eine erfolgreiche Jagd oder das Beobachten eines seltenen Geschehnisses, ob im ganz kleinen auf einem Blatt und dem Leben das sich auf jenem tummelt, oder ein Himmelsphänomen, ob bei Nacht oder Tag. Du dankst der Natur dafür, dich am Leben zu halten und dich zu nähren, dir einen Unterschlupf für die Nacht zu gewähren, dich zu lehren und dir von den Geheimnissen des Seins zu erzählen. Ihr süßes Flüstern im Wind. Von ihr erfährst du das meiste über dich selbst, als kleiner unbedeutender und doch essenzieller Teil des großen Ganzen und die Natur schätzt du dafür, alles so zu erhalten wie du es in deinem bisherigen Leben erfahren hast. So kommt es, dass du mit Worten des Dankes deine Mahlzeiten zu dir nimmst und Wasser trinkst, oder deinen Tag vor dem Einschlafen mit Danksagung beendest und mit den selben Wörtern den nächsten Tag beginnst, schließlich ist es alles andere als selbstverständlich Tag und Nacht zu überleben. Du sprachst auch deinen Dank aus, als die Natur das Leben deines Vaters und deiner großen Schwester beendete, warst dankbar dafür, dass ihnen Leben geschenkt wurde und dass sie nun zurück in den Kreislauf kehren durften und neues Leben in der Natur erschaffen würden. Jede Wendung in deinem Leben ist ein Geschenk, abseits von gut und schlecht, denn das Leben siehst du als einziges Geschenk, das es zu bewundern und genießen gilt. Mit den Geistern deiner Familie und Vorfahren würdest du noch des öfteren in Kontakt treten und sie sicher wissen; wissen dass sie immer bei dir sind und an dich denken. Im Rahmen der Zeremonien denen du als Erwachsener in deinem Zuhause teilhaben darfst, erkennst du ihre Bedeutung für den Zyklus des Lebens immer wieder. Nach der Einnahme eines braunen Trunkes aus einer kleinen Holzschale, triffst du mächtige Tierwesen, Pflanzengeister und Ahnen, die dir Beistand und Rat leisten und dich mit deinem familiären Stammbaum Eins werden lassen. Manche von diesen Erscheinungen haben dich geheilt im Geist und im Körper; Tiere, die du erlegt und befreit hast und welche dir nun danken und wieder andere scheinen dir die Zukunft verraten zu wollen, dich zu lenken. Sie sind alles andere als tot. Sie sind sprechende Wesen. Sie sind die Schöpfenden deiner Visionen.  Auch sie helfen dir in deinem Leben den Weg des Seins zu finden, den die Natur für dich vorgesehen hat. Wenn du diesem Weg folgst, tust du dir, deinem Stamm und der Natur das meiste Gute. Auf natürlichste Weise findest du so dein Potenzial und erlebst was in dir steckt und was du bewegen kannst - ermöglicht durch das Leben in der Natur und ihrem lebenden Organismus, dem Wald in dem alles lebt und strebt. Frei. Weichst du von diesem Weg, hat der Lauf der Zeit seine Wege dich zu korrigieren. Krankheit und Unglück scheinen dich in jenen Perioden zu verfolgen…

Alright. So viele Fragen… wie heißt der Dude? Keine Ahnung. Was hat das mit unserem Leben zu tun? Wenig. Soll uns das Glauben erklären? Vermutlich nicht. Was sollen wir denn daraus lernen? Nun ja, ich kann versuchen Einsicht zu verschaffen. Auf der einen Seite soll klar gemacht werden, wie unfassbar fernab wir uns inzwischen von der Natur des Menschen bewegen. Beinahe keiner dieser Grundzüge des Lebens trifft mehr auf uns und unser Existieren zu. So ziemlich niemand von uns war schon mal in einem Teil der Natur, welcher völlig unberührt von menschlichem Einfluss war. Niemand musste in der Natur auf sich selbst gestellt überleben und die wenigsten mussten überhaupt schon mal ein Tier töten, geschweige denn jedes einzelne was anschließend auf unsere Teller käme. Wenige mir bekannte sprechen eine Danksagung vor dem Essen a die Erde, die Sonne und das kosmische Wunder aus. Und wofür auch? Niemand weiß genau wer was für unser Essen getan hat und welchen Weg es zurück legen musste, um unter unserer Gabel zu landen. Wir können nur der Sonne und der Erde danken, weil vieles an Essen natürliches Licht bekommt und in der halbtoten, durch Dünger und Zusätze belebten Erde groß wird, die grob fahrlässig von Gülle verpestet wird - nicht zu sprechen vom Grundwasser und den Insekten, die abhängig von der natürlichen Flora wären. Unser Leben hat sich stark verändert, ist abstrahiert, und unser Bezug zur Natur könnte nicht ferner liegen. Wir sehen uns als etwas Getrenntes und denken oft, über der Natur zu stehen und sie zu unserem Nutzen ausbeuten zu dürfen. Was ist schon ein gefällter Baum. Was macht es schon den Boden zuzupflastern, zu ersticken und Straßen statt Erde zu haben? Bäume spenden nur Luft. Also kein Grund sie nicht zu fällen…
Die Entwicklung von Glauben und Lebensweg hat sich also verständlicher Weise den Umständen angepasst. Und trotz des fehlenden Dankes hat uns die Natur bis jetzt am Leben gehalten und sich prächtig gefügt - wie eine Mutter die von ihrem eigenen Kind missbraucht wird, sich aber aus Liebe nicht beschwert. Und wir behandeln sie schlechter, als wir uns das jemals vorstellen könnten, bitte glaube mir. Wir spucken mit Verachtung auf die Mutter aller Dinge. Allerdings haben wir uns nicht dazu entschieden, sondern hatten das Pech in einem System aufzuwachsen, das uns vormacht wie selbstverständlich dieser Umgang wäre. Ein System, welches immer höhere Gewinne akkumulieren möchte, nur an Wachstum und sich selbst denkt und die Natur dafür schamlos ausnutzt. Wir wollen nicht profitieren, damit der Natur etwas zugute kommt, sondern damit ‘Ich’ wachse, damit Meins mehr wird. Das ist natürlich keine Anklage, sondern eine ganz neutrale Darlegung von einem kleinen Aspekt, der dermaßen schief läuft und unsere Erde an der Rand einer Klippe schiebt. Eine Klippe namens ‘Tipping Points’ oder Kipppunkte. Bald mehr dazu! Es bleibt also das bestehende Problem: Es ist nicht der Mensch, der die Welt zu Grunde richtet, sondern die Art die wir gelehrt werden zu leben. Unser verschobenes Denkmuster, verdreckt durch Geld und was es aus uns machte. Konkurrenz statt Liebe. Waffen statt Menschliches. Straßen statt Wälder. 


In der Hoffnung die Sicht auf unseren Lebens- und Weltenschenker zu verändern, vielleicht sogar zu konkretisiere und greifbarer zu machen, soll hier der Begriff des naturalistischen Pantheismus eingeführt werden. Das ist ein Glaubensansatz, welcher Gott und die Natur, die Welt und das Universum als Eins sieht. 

Pantheismus = Gott und Natur sind Eins.

Glaube an einen Gott - Ja? Nein?
Nun ja, Gott ist zum einen ein komisches Wort. Namenlos zu sein, würde Mutter Erde aber vermutlich auch nicht weniger stören können. Dieses alles fassende Wesen - alles Leben, jeden Raum, Zeit und jede Materie egal in welcher kosmischen Ecke - das ist Natur. Das ist das Ganze! Das Eine und das Alle in welchem wir Teil sind. Diese völlig unverständliche Größe fand sich viel besser in einem Wort ausgedrückt. ‘Gott’ bricht es verständlich herunter, formt eine familiäre Beziehung zum Vater und Schöpfer und es gibt sogar ein Buch in welchem dieses Alles zu uns spricht und erzählt, wie wir bitte leben sollten. 

Ich möchte die Frage in den Raum werfen, ob Intelligenz und Natur unter einer Decke stehen und den Ansprüchen an ein höheres Wesen gerecht werden.. hier zwei hübsche Beispiele:

Pflanzen und Pilze kommunizieren. Über Botenstoffe interagiert das Netz aus Lebewesen im Boden ähnlich wie unser Körper selbst unterschiedliche Areale hat, die sich durch Informationsaustausch verständigen. Das Myzel ist der Begriff für die Wurzelwelt, die jedem Pilz anhängt. Was da fröhlich und in allen Formen aus dem Boden sprießt, sind nämlich nur Fruchtkörper und ihm hängt ein Netzwerk an aus kilometerlangen, sehr feinen Fasern, welche die Wurzeln des Pilzes sind. Sie docken an allem möglichen an - verbinden das Erdreich und Baumwurzeln zur vervielfachten Mineral- und Wasseraufnahme - sie sind in einer Symbiose, einer Zusammenarbeit mit allem Leben und erschaffen aus einzelnen Pflanzen einen Gesamtorganismus, zum Beispiel einen Wald - somit weiß ein Mutterbaum durch Pilzmyzel verbunden, wo ihre Sprösslinge wachsen und wenn sie in ihrer Umgebung ebenfalls durch Fungi befähigt eine Bedrohung wahrnimmt, kann sie über die Leitungen aus Myzel Mineralien als Unterstützung an ihre ‘Kinder’ senden. Was ich ebenfalls total spannend finde, ist das Umfallen von Bäumen und wie ihr Aufschlagen und die Vibration Signale an den Boden gibt und das Pilzgeflecht sich sofort dahin ausbreitet, um sich von der neuen Biomasse zu ernähren und sie zu Lebensraum und frischem, reichen Boden zu machen. Alles in unserer Umgebung interagiert und kommuniziert durch Pilzwurzeln. Der Fruchtkörper von ganz bestimmtem Myzel ist wieder die Substanz, die uns Visionen schenkte, menschliche Sprache miterschuf und einen die Verbundenheit mit Allem wahrnehmen lässt. 

Vielleicht erinnerst du dich - wir wurden nach einem göttlichen Ebenbild geschaffen. Ich dachte immer dass Gott dann so aussehen müsste, als wäre er ein Mensch. Mich hat das als Kind und auch noch als Erwachsenen stark verwirrt. Dieser Ansatz über die Natur verhalf mir zu ein wenig mehr Verständnis. Wenn du dir die Welt und die Natur als Ganzes vorstellst (ich sag das so einfach, aber es gibt wenig Dinge, die noch schwerer sind), dann kannst du versuchen Parallelen zwischen dem menschlichen Körper und der Erde zu ziehen. Das Leben in beiden sind winzige Organismen. Auf der Erde laufen winzige Tierchen umher und Pflanzen wachsen und bilden das Ökosystem der Welt. In unseren Körpern sind ähnlich viele Lebewesen unterwegs. Zellen und Mikroorganismen sind der Grund dafür, dass wir leben können. Wie viele Milliarden Organismen gibt es zum Beispiel in unserem Darm allein? Unser Elixier des Lebens ist das Blut, welches in Adern durch unseren Körper strömt und jeden Bestandteil des Körpers versorgt. Auf der lebenden Oberfläche von Mama Erde, die Mutter aller Mamas, sind es eben Flüsse aus Wasser, die das Leben für Alles geben und ermöglichen. Wir bestehen beinahe komplett aus Wasser - dem Blut der Welt. Wir beide, Mensch und Erde, sind ständig in Bewegung und zusätzlich völlig verloren, irgendwo mitten in der Milchstraße. ‘Mitten’ stimmt nicht. Mein neben mir sitzender tansanischer Freund erklärt mir vorhin, dass wir eher in der äußeren Gegend unserer Galaxie leben; im Beta-Quadranten. Wieder was gelernt…

Dass wir nicht wissen was alle Lebewesen untereinander austauschen, liegt einfach daran dass wir zu doof sind, diese natürliche Sprache zu entziffern. Das Meiste wurde noch nicht gedeutet und wir leben im Zeitalter in dem behauptet wurde, dass Fische nicht sprechen können. An der Art wie wir leben, können wir final beschließen, dass wir vielleicht doch gar nicht so intelligent sind wie wir das gern hätten. Kaum eine andere Spezies löscht sich nämlich selber aus. Parasiten und Menschen fallen mir auf die Schnelle ein. Wenn wir auch nicht zu doof zum atmen sind, so könnte man doch behaupten, dass uns die ein oder andere Zelle am richtigen Ort im Kopf fehlt, um auf die Dauer gesund miteinander zu überleben. 

Ein zweites Beispiel für diese Parallele und Intelligenz des Planeten ist ein akutes Problem mit dem wir uns konfrontiert sehen. Die Klimakatastrophe oder dessen Diminutiv: der Klimawandel. Der menschengemachte, nicht der natürliche. Ein Ansatz dafür, dass er menschengemacht ist, wäre der Fakt, dass durch die eben angeführte Intelligenz, der Planet als Ganzes sich selbst regulieren würde. Die Erfindung der Kybernetik. Gäbe es zu viel Kohlendioxid in der Luft, würde der Planet Bäume nachwachsen lassen, um den Überfluss in Boden und Wurzeln einzuspeichern. Wo ist das Problem? Richtig - wir… ! Und das ist nur ein kleiner, nebensächlicher Punkt. Wurst, es geht um etwas anderes. Der Klimawandel ist die Erhöhung der Temperatur unseres Erdenklimas. An sich kann man sich das furchtbar leicht vorstellen, indem man es wieder mit dem menschlichen Körper vergleicht. Stell dir vor du hast Fieber. Ein bekanntes Szenario, nur kann es diesmal tödlich enden. Dieses Fieber kommt von der Bekämpfung der Krankheitserreger in deinem Körper - unserem wunderschönen Organismus. Wir sind ein hübscher, wohlgeformter Tropfen aus Zellen und Mineralien und sonst nur Nebensächlichem. Wichtig zu erkennen ist, dass das Fieber selbst, also die erhöhte Temperatur, nicht die Krankheit ist, sondern lediglich der Abwehrmechanismus unseres Körpers. Das Resultat, wenn er versucht etwas in sich zu bekämpfen. Er arbeitet hart und wird immer wärmer und macht es mit der Temperatur den bösen Viren das Überleben schwer, während unser Immunsystem so richtig reinhaut. 
Krankheitserreger also. Wer löst dieses Fieber auf der Erde aus? Nun ja, so wie es aussieht scheinen wir Menschen das unleugbare Problem zu sein. Das stimmt nicht - denn genug Leute schaffen es schließlich zu leugnen. Jeder halbwegs gesunde Menschenverstand weiß zum jetzigen Zeitpunkt allerdings, basierend auf Wissenschaft und Ereignissen, dass ein kleines Problem entstanden ist und wir wohl doch nicht ganz unschuldig waren. Die Einzelperson ist sehr wohl unschuldig, auch wenn das gerne durch Dinge wie den CO2-Fußabdruck-Forschung gemacht von riesigen Industriekonzernen verdreht wird. Es sind eher die Mächtigen der Welt, die jenen Zustand durch die Industrie unserer Wirtschaftsform erzeugt haben. Aber damit das funktioniert, brauchen sie unser von dem System anerzogenes, völlig gestörtes Konsumverhalten. Genug der Gesellschaftskritik. Die Erde erwärmt sich zur Erregerbekämpfung, also zur Bekämpfung unserer Wenigkeit. Naturkatastrophen sind nichts anderes als Antworten des Immunsystems unserer Erde auf Missstände und Angriffe von innen heraus. Wer nun argumentieren möchte, dass das nicht der Definition von Intelligenz entspräche, sondern eher der von einem Reflex, der mag sehr wohl Recht haben, aber diesen Personen fehlt es leider an der Fähigkeit sich auf den Punkt, den ich machen möchte, zu konzentrieren. Du weißt genau, dass unsere Erde  uns anschreit aufzuhören und uns von Grund auf zu verändern auffordert, und sie droht damit uns alle auszulöschen, wenn wir ihren Forderungen nicht nachkommen. Alle Schutzlosen, alle Nicht-Reichen, alle von vornherein Unschuldigen werden dieses Ereignis nur schwer überleben können. 

Das höchste Wesen spricht uns an und ich möchte hören. Unsere Mutter kommuniziert deutlich und bittet ihre geliebtem Kinder aufzuwachen und sie nicht mehr zu schlagen und mit Füßen zu treten. Sie würde sich vermutlich freuen, wenn wir zumindest einmal in uns gehen und reflektieren.

Im Endeffekt ist die Frage nach Gott gleichgültig. Denn ob dieses Wesen die Welt geschaffen hat oder selbst der Planet und alles drum herum ist, macht keinen Unterschied. Ohne Änderung wird dieses universelle Meisterwerk nicht lange Leben auf sich unterstützen können und ein sechstes Massensterben scheint viel näher als es sein müsste. Die Dinosaurier haben es über hunderte von Millionen Jahren geschafft auf dem Planeten unter unserer Sonne zu überleben und selbst als sie dann alle starben war es maximal die Schuld von irgendeinem Karma. Wir sind ‘intelligentes’ Leben mit einem Denkmechanismus wie unserem Modernen für grade mal 50.000 Jahre, aber stehen vor dem selbst geschaffenen Ende. Schande über uns, nicht besser als die Dinos gewesen zu sein. 

Nietzsche hat gesagt: “Gott ist tot” und ich sage: Falls er das noch nicht ist, dann spätestens, wenn wir mit ihm oder ihr fertig sind.

Und zu deinem Glück bin ich nun fertig damit dem Leser* ein schlechtes Gewissen zu machen und gehe ab jetzt darauf ein, wie wir stattdessen miteinander leben können, um zumindest auf Gutes in der Zukunft hoffen zu können. In Gleichheit, Gerechtigkeit, Frieden und vielleicht eines Tages ohne die Krankheit, die uns zum Todesvirus der Welt machte: Geld!

“Die Philosophen haben die Welt nur unterschiedlich interpretiert, es kömmt darauf an, sie zu verändern.”- von Karl Marx

Und um genau diese Handlung, um diese Veränderung soll es gehen. Wir machen den ersten Schritt gemeinsam, bilden uns und bereiten unser Aufwachen vor. Es führt kein Weg daran vorbei. 

1.3.1 Gott und Natur werde Eins - der Glaube, unsere Wurzeln und unsere Naturverbundenheit - Zu-Le-le