Moral ist eine unwahrscheinlich lustige Sache. Alle haben sie, nur weiß niemand und alle und wieder keiner, welche Moral für alle zählen könnte. Von dem sehen wir ab und erzählen stattdessen von unseren eigenen Ansätzen zur Menschlichkeit und dem Handeln im Glauben des Richtigen. Irgendeine Moral haben wir schließlich auch. Lies dir das Kommende mal offen durch und höre in dich selbst, mit welchem Denken du dich zufrieden geben könntest und bei welchem du dagegen bist. Wir wollen dich nicht in neue Weltansichten schmeißen und dein davoriges Denken und deinen Glauben an Richtig und Falsch überschreiben. Nein, wir wollen nur gemeinsam gucken, was du bisher in dir trägst und ob das was wir uns vorschreiben, vielleicht inspirierend und nützlich für deinen individuellen Glauben sein könnte.
Hier noch kurz unsere Weltanschauung. Sie basiert auf Dankbarkeit und Anerkennung der eigenen Privilegien und ein bisschen Liebe.
Wir wurden aus irgendwelchen Gründen auf irgendeinen Ball im All geboren, danke, und sollen jetzt mit ähnlich aussehenden Affen wie uns selbst ein Leben führen, danke. Manche von diesen Affen lieben bedrucktes, buntes Papier - andere lieben es sich selbst besser zu finden als andere Affen - wieder andere lieben naturgegebene Substanzen, um der eigenen Wahrnehmung zu entfliehen und dann gibt’s noch ein paar, die sich einfach nur gerne paaren.
Wir ticken ähnlich. Unser Denken fängt mit dem Dank für den Umstand unseres Lebens an. Bei diesem Schritt bekennen wir, dass wir unglaublich Glück haben in einem stabilen Land geboren sind, dass wir Bildung, Gesundheit und Freiheit einfach so und ohne dafür zu kämpfen von Geburt an haben. Dann nehmen wir dieses Privileg und da wir nicht völlig egoistisch sind, sondern uns auch um die anderen Affen um uns herum kümmern wollen, schließlich hat uns nur Zufall unterschieden und uns geht es nicht besser weil wir besser sind, sondern weil wir das Privileg des Glücks in uns tragen, und deswegen fragen wir uns, was können wir Gutes für andere weniger Glückliche tun, damit sie auch etwas von unserem Glück haben. Bei dem Aufruf zur Organspende zeigen mir die meisten anderen Affen einen Vogel und zum Glück ist das auch weit weg von der eigentlichen Lösung. Die Lösung fängt nämlich bei unserer Moral an.
Wir haben viel von Religionen und Ethiken gelernt, haben Bücher der Philosophie durchstöbert und wurden von weisen, netten und sozialen Eltern und Lehrern großgezogen. Alle meinten Ähnliches. Man möge seinen Nächsten so behandeln, wie man es sich wünscht selbst behandelt zu werden. Man solle wertschätzen was man selbst hat und nicht das begehren was einem verwehrt bleibt. Viele diese Dinge wurden auch schon von Affen wie dem vor ein paar tausend Jahren am Kreuz gesagt, oder dem noch ein paar Jahre davor lebendem Affen im Schneidersitz unter einem Baum mit Licht in der Birne. Viele schlaue Individuen sprachen also schon von Liebe, Freiheit, Gerechtigkeit, Gleichheit und Einheit und trotzdem sind wir jetzt da wo wir sind. Interessant…
Wir haben außerdem verstanden, dass wir im Kern alle gleich sind. Zwar unterscheidet uns Größe, Sprache, Farbe und Geschichte, aber im Endeffekt sind wir alle durch Zufall die geworden, die wir sind. Oder hast du dir deine Eltern ausgesucht? Diese durften auf jeden Fall nicht entscheiden, was deiner Mum da im Bauch heranwächst.
Mit der Voraussetzung, dass wir alle gleich sind, erledigt sich die Frage, ob irgendjemand das Recht hätte jemand anderem Schlechtes zu tun oder sie auszugrenzen oder anders zu bandeln als mit geschwisterlicher Liebe. Außerdem haben wir zum Glück alle dasselbe Problem. Die Welt geht unter und die begrenzte Zeit wollen wir auf keinen Fall für Hass und Streit verschwenden. Vielmehr wollen wir uns alle in den Armen liegen und gemeinsam die verbliebende Zeit, Moment um Moment genießen. Wir glauben, dass es wichtigere Sachen als Geld gibt. Wir sind überzeugt, dass Natur uns unser Leben schenkt und wir mit höchster Dankbarkeit alles tun sollten, um sie zu beschützen. Wir glauben, dass Menschen Menschen brauchen und dass niemand es verdient alleine zu sein. Was wir nicht wissen, ist wie es nach unserem Leben weitergeht. Viele hoffen auf das Paradies, andere sagen wir leben schon im von Natur und Gott geschaffenen Paradies und ließen jenes grade zu Grunde gehen. Wieder andere glauben, dies sei alles ein Traum oder eine Simulation. Und egal was von diesen Ideenkonstrukten auch stimmen mag, es wird immer an uns liegen diese Welt zu retten, nämlich vor uns selbst. Aber was diesen Planeten bedroht ist nicht der Mensch selbst, sondern die Art wie wir leben und denken. Wenn wir schaffen das zu ändern, haben wir eine Chance auf Rettung. Das Gute existiert überall und pulsiert den aller Meisten schon unter der Haut. Es gilt, einen Kanal für das richtige Handeln zu schaffen, damit alle Ansätze die zum Licht streben, auch die Möglichkeit haben, sich zu entfalten und Blüten und Früchte zu tragen.
So soll es das höchste Gesetz unserer Moral sein, hinaus in die Welt zu gehen und Gutes zu tun, Liebe und Freundschaft zu teilen, anderen zu helfen und was uns am Leben hält zu beschützen. Dass wir dabei uns selbst entdecken und unser Potenzial entfalten, ist ein schöner Zusatz. Wir bringen dir in anderen Büchern bei, wie du mit ganz wenig ganz reich erleben und reisen kannst.
Auch wenn wir am Ende trotzdem drauf gehen, dann zumindest zusammen und sogar mit einer schönen Zeit des Zusammenseins und Erlebens in Freiheit bis dahin. Klingt utopisch? Is es auch. Aber ehrlich, wir müssen schnellstens was ändern, die Zeit oder die Bombe tickt - das Ticken ist nur über den Lärm unserer Handylautsprecher schwer zu hören. Wir dürfen einfach nicht so weiter machen und nur vom Handeln reden, sondern auch tatsächlich aufstehen und etwas verändern. Dass wir Angst haben, den ersten Schritt zu machen, ist doch das Natürlichste der Welt und dass wir nur ein kleines, unbedachtes und normales Leben führen wollten, ist doch tief menschlich. Wer sagt, dass wir kein normales und wunderschönes Leben führen könnten? Wer sagt, dass wir alleine dastehen würden und versuchen müssten etwas zu verändern? Wir sind doch da! Wer, wenn nicht wir? Wir sind wach und wir sehen was passiert und schief läuft. Wir können eingreifen! Die anderen Affen sind zu sehr mit ihren Problemen, ihrem Leben und ihren großen Gedanken beschäftigt. Wir wecken sie auf und beginnen die Arbeit, bis sie ebenfalls den Tatsachen ins Gesicht sehen können. Unser größtes Privileg sind nämlich die Informationen über was ist. Bildung! Nicht die des Internets und der Hirnis ohne Hirn, sondern der der Wissenschaft und des reinsten menschlichen Verstandes. Wir kennen unsere Lage und wissen in Teilen was falsch läuft. Wir haben auch schon von Menschen und Organisationen und Bewegungen mitbekommen, die sich der Wendung zum Guten gewidmet haben und viel Energie in diese Richtung setzen. Sie brauchen uns. Die Welt braucht jede einzelne Person. Es fehlt noch, dass wir erkennen selbst einen entscheidenden Teil im Tanz des Lebens zu tragen. Dass wir alle Helden dieser Geschichte sein können, wenn wir langsam die Augen öffnen und uns dem Umstand bewusst werden. Wir müssen unserer menschlichen Pflicht auf Erden in die Augen schauen.
Na, zum Glück bist du hier!
Am wichtigsten wird sein folgendes zu erkennen: uns geht es zur Zeit noch gut. Kriege, Krisen und lebensgefährliche Missstände scheinen noch weit weg. Wir müssen aber genau deswegen JETZT schon aufwachen und sehen was morgen ist. Wir müssen verstehen, dass unser Handeln gebraucht wird, bevor der Worst-Case eingetroffen ist. Damit wir heute beginnen und nicht morgen zu spät kommen. Wir müssen unseren Kopf einmal so sehr anstrengen wie es geht und etwas begreifen, das in der Zukunft liegt oder jetzt bereits fern von uns passiert. An uns liegt es Menschenleben zu retten - aber heute, und nicht, wenn es zu spät ist.
Ich beschuldige jede einzelne Person, die sich gegen das Handeln zum Schutz der Welt entschließt, als mitschuldig am Untergang und allem Leid der Menschheit. In der Justiz nennt man das unterlassende Hilfeleistung. Mitwissend zu sein, darf sich hier niemand leisten!
Hör kurz in dich rein… hast du eine Ausrede oder Rechtfertigung für dein eigenes Leben, warum du noch nicht das tust, was du eigentlich für diese Welt bewirken könntest? - Ok, weißt du wie interessant es wäre, wenn du das kurz notierst? Auf einem Zettel oder dem Handy. Schreib kurz die Frage auf: ‘Warum handle ich noch nicht?’ Und dann bewahre das Geschriebene bis zum Ende vom Buch und frag es dich noch einmal. Ist es eine innere Überzeugung oder Planlosigkeit und Angst? Vielleicht ist das was du am Ende vom Buch in der Hand hälst genau dieser Ansatz und der Plan, der dir grade fehlt, um dein eigenes Leben mit einer Art großer Bestimmung und einem klaren Ziel fortzuführen. Hier kann dein Schlüssel liegen. Zu deiner Zukunft aus deinen Menschen und deinem Streben. Hier liegt ein gewisser, unendlich großer Sinn. Hier möchte man retten und verändern und du wirst mit offenen Herzen eingeladen in unseren Rängen zur Heldin oder zum Held zu werden. Deine Möglichkeiten und die Entfaltung jener, sind unser höchstes Ziel. Wir wollen deinen Erfolg, dein reiches Erleben und deine Lebensfreude. Dein Handeln und Sein. Du fehlst uns hier auf diesem Weg, der alles möglich machen wird und der Welt eine neue Hoffnung spendet. Glaube an dich, weil wir es schon längst tun.