Das House of Hope
Das House of Hope in Tansania, Mwanza am Victoria See. Ein Ort an dem Babies und Kleinkinder nach lebensrettenden Operationen mit ihren Eltern unterkommen. Es ist ein essenzieller Aspekt aller Betroffenen einmal hier gewesen zu sein auf dem Weg ihrer Heilung und sie können hier ohne eigene Kosten verweilen, solange sie es benötigen. Für Hoffnung und Perspektive.
Die Kinder sind Betroffene von Hydrozephalus und Spina Bifida. Eine Gruppe, die beinahe noch völlig ungeschützt das Leben bestreiten muss und Stand 2026 ungenügend finanzielle Hilfe von Seiten der Regierung bekommt. Somit hängt ihre Chance auf ein Leben an Projekten wie diesem. Die House of Hope's in dieser Welt überleben einzig und allein durch Spenden. Diese Spenden sind zum einen Sachspenden von Menschen vor Ort - so zum Beispiel unsere Grundnahrungsmittel. Diese bekommen wir von Philanthropen aus Mwanza - aber der finanzielle Teil kann nur durch das internationale Spendensammeln geschehen. Ich bin einer der Schriftsteller, die für dieses Unterfangen schreibt. Mein Name ist Lennart , ich lebe am House of Hope für über neun Monate und in Zusammenarbeit mit Child-Help international versuchen wir die Grundlage für das Überleben der Häuser in unserer Zukunft zu erschaffen.
Mein persönlicher Beitrag ist dabei zweigeteilt. Ich verfasse Spendenaufrufe und jene werden durch den globalen Kanal von Child-Help an unsere Unterstützenden gebracht. Jene erleben unseren Ort durch Worte in ihrem Postfach. Mein eigener Ansatz der Verbreitung von Wissen über diesen wundervollen Ort besteht in dem Schreiben hier auf dem Blog. Neben dem vielen Reisen unter The Pilgrim's Journey werden hier auch immer tiefergehendere Einblicke über das Geschehen vor Ort geteilt, damit man als außenstehende Person die Entwicklung des Ortes miterleben kann und die eigenen Spenden in richtiger Anwendung wiederfindet. Es ist ein unglaublich schöner Umstand hier zu leben und das Teilen selbst ist mir eine große Freude. Wenn ich dafür Sorgen kann, dass dadurch Aufmerksamkeit und Hilfe zu unseren Kindern gelenkt wird, gäbe es keinen größeren persönlichen Segen.
Ich teile dir zuerst die Spenden-Newsletter im Folgenden. Darunter findest du die Kapitel des Hauses und eine kurze Kapitel Zusammenfassung dazu.
Newsletter #1 - Das House of Hope
Loana und ich kamen an und schildern den Eindruck des Ortes. Ein Verständnis für das Zusammenleben und für das was offensichtlich fehlt entsteht. Es stellt das House of Hope in dessen Schönheit dar und geht darauf ein, wie kleine Spenden ein bereits wundervolles Geschehen weiterleben lassen und vor allem verbessern können. Denn das ist in vielerlei Hinsicht nötig...
Newsletter #2 - Joas Musi
Diese Geschichte handelt von einem Einzelschicksal, welches allerdings bei weitem kein Einzelfall ist. Joas wurde mit Hydrozephalus geboren, die Symptome erschienen nach zwei Monaten. Für die erste Operation verkaufte die Familie alles und das Kind lebte. Nun bei der zweiten nötigen Operation, damit Joas leben kann, sind sie ohne irgendein Geld, ohne einen helfenden Ehemann und ohne Hoffnung hier angeschwemmt worden. Es liegt an uns die Beiden zu retten, denn sie haben niemanden und nichts mehr! Lies ihre Geschichte HIER und rette durch teilen oder spenden.
Das Haus der Hoffnung
Oktober 2025
MWANZA!!! Schön auch endlich mal zuhause zu sein. Ich kämpfte bereits bevor ich im Land war mit der Frage, ob ich wohl jemals wieder zurück nach Europa möchte. Jetzt sehe ich unseren Umstand und ich bin aufgeschmissen. Damit das verständlich für dich wird, ist hier der Artikel zur Einführung ins House of Hope. Der Ort an dem tansanische Mütter und Kinder nach ihrem Krankenhausaufenthalt hinkommen und kostenlos leben und heilen. Wir sollen dem Ort Spaß, Abwechslung und Beschäftigung einhauchen, Projekte initiieren und unterstützen, und dabei Gutes tun.
Geschrieben wurde der Artikel beim Warten in dem Krankenhaus Bugando, in welchem wir drei mal die Woche arbeiten. Es ist ein Rückblick auf die erste Zeit.
Erlebnisdichtung im Rauch
Ein goldener Moment. Kein allzu langer Artikel, aber dafür die Rekreation eines atemberaubenden Augenblickes. Du möchtest rausfinden, ob du etwas durch Worte so erleben kannst, wie ich es konnte? Dann ist das die perfekte Geschichte für dich! Wir befinden uns am House of Hope unter unserem Mangobaum sitzend, während dicke Rauchschwaden des Nachbargrundstückes alles und jeden einhüllen. Auch eine Mutter und ihren kleinen Sohn mit Spina Bifida, wie sie zusammen im Rauch sitzen und Sonnenstrahlen durch das Blätterdach in einzelnen Lichtstrahlen scheinen. Ein einziges Kopfkino, wenn ich alles richtig festgehalten habe.
Bewegung der Anderen
Wir beobachten einen Zustand und dürfen in ihm die eigene, zu bringende Änderung und unser Potenzial entdecken. - Auf dass wir aufmerksam beobachten und richtig handeln!
Das ist die Einleitung zu der Beschreibung einer Physiotherapie. Für mich war es das erstes Mal ein behindertes Baby in dieser Weise zu unterstützen. Für dich könnte es das erste Mal sein, über so etwas in dieser Weise zu leben.
Als Vorwarnung - mein Papa gab mir ein völlig aufgelöstes Feedback und schien schwer bewegt und schockiert von einer Realität, die ich so brutal und gleichzeitig unbewegt zu schildern schien. Sollte dieser Effekt bei dir eintreten, tut es mir in erster Linie leid. Sprich mit deinen Engsten darüber und schreibe unserer Community-E-Mail bei Fragen oder Dingen deines Herzens.
gen-zm@outlook.com!
Genieße das kurze kennenlernen mit Kashinge und lass die Bilder aufleben. Praktiziere bewusste Wertschätzung für dein eigenes Wohl und bitte verzweifle nicht. Das sollte das aller Letzte sein. Behalte im Kopf, dass du helfen kannst!
Rund ums Zelt
Eine anstrengende abendliche Busfahrt unter viel zu niedrigem Dach eskaliert, und auf einmal sprechen Loana und ich, eng durch den Umstand aneinander geschmiegt, über Zelte... eine wilde Geschichte, die von linguistischen Wortanalysen abdriftet und anschließend von meinem Lebensumstand bei Nacht im Zelt unter unserem zuhause stehenden Mangobaum berichtet.
Hier probiere ich auch ein neues Schreibformat zum ersten Mal aus. Ein Bild wird zum Ende hin erscheinen und auf dieses Bild bezogen, entwickle ich eine erklärende Geschichte, die Umstand und Details beschreibt. Thematisch bleibt es alles Eins: das Zelt! Könntest du dir ein Leben im Zelt vorstellen? Vielleicht nicht, und vielleicht ist es auch besser so. Nach diesem Artikel dürfte dir allerdings klarer sein, dass es möglich ist und beinahe schon erstrebenswert. Zumindest flüstert meine eigene Historie mir das ins Ohr.
Ein Tag aus der Menge
Zwei Morgen und beide starten an einem Ort. Sie sind keine Ausnahmen. Sie sind nichts Ungewöhnliches. Zumindest wenn man sich erstmal eingelebt hat am House of Hope, Mwanza, Tansania, und einem Tage mit Müttern und ihren körperlich schwerbehinderten Kindern normal vorkommen. Wenn einen die Art des Kochens über offenem Feuer nicht mehr verwundert. Wenn die Toiletten schon zu lange Löcher im Boden sind. Wenn sich alles eintrudelt und man fühlt, angekommen zu sein. Weicher Wind, warme Strahlen, fröhliche Vögel... - naja, man kommt ins schwärmen.
An genau diesem Moment sind wir und ich versuche reflektiert auf unser Leben zu schauen und mir noch einmal ganz klar zu machen, was das hier grade ist, bevor es als gewöhnlicher Alltag untergeht.
Zwei Morgen an einem absolut unglaublichen und wunderschönen Ort voller Natur und mit den wundervollsten Menschen. Zwei Freiwillige auf einem Hügel über dem Vitoria See in Tansania.
Riot Tag Drei
November 2025
Die Proteste, welche gestern noch im ganzen Land nach der Präsidentschaftswahl wüteten, klangen heute wieder ab. Wir lernen ein bisschen über Geschichte und Politik, wollen aber getrennt von jenen einen besonders schönen Tag zuhause, am House of Hope genießen.
Es ist ein längerer und ungefilterter Ablauf eines zufälligen Tages. Hier kannst du ein echtes und konkretes Bild von dem erhalten, was wir von Tag zu Tag tun. Wie unser gemeinsames Leben mit Mamas und Babies aussieht, und wie zwei ungelernte, junge deutsche Weiße in dieses Schema passen - oder eben nicht. Du lernst ein paar von jenen Menschen besser kennen, die uns für so viele Tage schon umgeben und ich erhoffe, dich durch meine Worte mitfühlen zu lassen, was dieser Ort mit einem machen kann. Es ist ein wunderschönes, aber ressourcenloses Leben, eingehüllt in Menschlichkeit und Liebe aller Anwesenden. Werde ein Teil davon! Lese und unterstütze, wenn du möchtest.
Mensch geblieben
Stell dir vor du wärst vor Ort... gar nicht so leicht oder? Ich dachte mir deswegen einen Eintrag zu erstellen, der dich als Lesende*n einfach an der Hand nimmt. Du hast eine Augenbinde an und wir laufen auf dem Grundstück des House of Hope. Ich beschreibe dir alles und in deiner Vorstellung kannst du nun ein Teil des Geschehens werden. Es ist eine Art gezogene Erlebnisdichtung und ein direkter Draht an die Welt deiner Phantasie. Gespannt?
Schweiß der Weihnacht
Ein Tag, welcher mir ganz besonders am Herzen lag. Durch seine Länge, seine Schönheit und Intensität und die Fülle der Einblicke. Mich überwältigte er fast und das Geschriebene ist bestimmt nichts für schwache Nerven. Ich möchte mich vorab für manche Beschreibungen aus dem Krankenhaus entschuldigen und der literarische Exkurs zu Nietzsche wird auch manchen unter euch auf die Füße treten. Allerdings lernt man hier das Projekt House of Hope und diese grandiosen erschaffenden Personen dahinter kennen. Das Gesamtstreben dieser Organisation von zwei Figuren, die persönliche Helden* für mich wurden. Der Ort ist so unglaublich geworden, weil das Konzept dahinter so unglaublich und tiefgreifend ist. Verstehe es hier Schritt für Schritt.
Fünfzig Wünsche
Dezember 2025
Unsere erste Spende aus Deutschland kommt geschneit und eine einzige Gabe entfaltet sich zu einer Kaskade aus kleinen schönen Momenten. Zusammen nehmen wir einen Spaziergang durch Mwanza, barfuß wie immer, und kaufen Alles in dem Rahmen des Interesses unserer Spenderin. Sie wünscht sich ein paar schöne Momente für jene Kinder im Krankenhaus und am House of Hope und ich gebe mein Bestes ein paar angemessene Dinge zu bekommen. Wir besuchen unseren Krankenhaustrakt und dessen wundervolle Menschen.
Gleichzeitig durchlaufen wir ein Revue der letzten Zeit, welche unendlich herausfordernd war und mich manchem Test unterzog. Schwester Loana ist bereits im Urlaub und meiner startet genau hiernach. Genieße die letzten Momente zuhause in Mwanza vor dem neuen Jahr und jener Reise ohne Geld und ohne Schuhe für einen Monat durch das gesamte Tansania. Die Feder zur Reise fällt HIER!