Oh nein, bestimmt kommt jetzt gleich was mit Drogen. Diese jungen Menschen immer…

Nun ja, man könnte die Drogen und natürliche Substanzen und Halogene und ihren Teil in der Geschichte der Menschheit schon weg lassen, aber dann stehen die Hippies doof da und ich kann meinen Punkt nicht machen. Und wenn wir sie weglassen, dann müssten wir auch Beatles Musik verbannen und könnten kein Pink Floyd mehr hören und diese Welt wäre nun wirklich dem Untergang geweiht. Warum also Hippies? Was haben sie gelernt und was möchten wir von den Urgeistern indigener Weltenvölker wissen? Mehr dazu nach der Werbung.

Der ganze Wahnsinn hat wie alles simpel angefangen. Schriftsteller und Künstler beschweren sich über die Zeitunstände und irgendwelche jungen Menschen mit zu viel Zeit steigern die Sache ins Extreme. Eine Bewegung im Volk startet. Wie heute war es damals. Die Denker*innen der Zeit beschweren sich über die Anpassung ans System, die jeder vornehmen muss, um dazu gehören zu können und über den Materialismus - nur Besitz würde zählen. Sowas wie Handlung kann man sich heutzutage ja kaum mehr vorstellen… aber die junge Generation damals, in den 1950’er Jahren sagte sich, dass politische Spannungen wie Kriege und die Unzufriedenheit des Volkes mit der Regierung genug Grund sind, um etwas zu verändern und selbst zu handeln. Wie persönlich die Beziehung zwischen dem Ganzen und diesen Individuen wohl gewesen sein muss. Außerdem lebten sie in einer Zeit des Wohlstands und haben somit genug Zeit und zu wenig Probleme und können mit diesen beiden Sachen die Gesellschaft kritisch hinterfragen. Das ist Bildung und die Position der Beobachtenden. Ein mächtiges und durchaus gefährliches Werkzeug der Gesellschaft. Glücklich das System, welches diese Fähigkeiten seiner innewohnenden Menschlein nehmen kann. Oder sie davon ablenkt…

Umso mehr man sich die Hippies anschaut, umso mehr muss sich eingestanden werden, dass sie es absolut rausgefunden haben. Sie wollten keinen Krieg und konnten nicht verstehen, wieso sie für mächtige Menschen in der Politik in einem fernen, fremden Land ihr eigenes Leben geben sollten. “Peace” war der Inbegriff für diese neuzeitliche Bewegung in den Vereinigten Staaten, aber damit noch nicht genug. Sie setzten sich stark für die Umwelt ein, welcher es damals noch so viel besser ging als heute; unterstützten ökologische Bewegungen und sehnten sich nach einem Weg mit der Natur im Einklang zu leben. Die Entfremdung war fortgeschritten genug, um sich bereits wie wir jetzt noch danach zu sehnen. Sie wussten wie wichtig Spiritualität in einem Leben ist und strebten aktiv nach ihrer eigenen, um sich seelisch zu bereichern. Sie ließen Glauben und Praxis aller Spiritualitäten wie der, der Hindus und Buddhisten aufleben - durch Yoga und Meditation und Schriftstückstudium. Ich wäre so gerne einmal an einem Ort zur richtigen Zeit gewesen und ich meine ihn auch zu kennen. Die 60’er in Los Angeles. Das Problem an der Sache war Folgendes: irgendetwas schien die Grundlage für diese unsagbar tollen Ideen zu sein und es scheint, als konnte die Idee ohne diese Grundlage nicht überleben. Das tiefste Problem war dabei, dass die Hippies es nicht schafften eine neue Art des Überlebens zu erschaffen, sondern lediglich eine neue oder sehr alte Art des Lebens wieder entdeckten und sie parallel zu der Gesellschaft für eine Weile künstlich beatmeten. Sie lebten, mussten aber nicht überleben. Viele hatten reiche Eltern und kamen sorglos durch die Zeit. Ausserdem war der soziale Zusammenhalt unüberbietbar. Aber sie konnten die Gesellschaft nicht ändern, weil die Hippies keine Option gaben, wie man stattdessen überleben könnte. Sie lebten unter Ausnahmeregeln parallel, aber fanden keinen Weg es offizieller zu etablieren. Hippies ruhten sich eigentlich nur auf Parkanlagen oder im Wald in Zelten aus, hatten jeden Spaß den es gibt, tauschten Genmaterial und große Gedanken aus und ejakulierten beides in die große weite Welt. Aber verändert haben sie nicht genug. Sie erschufen keinen parallelen Rahmen in dem ihre Follower aufwachsen könnten, in dem sie leben und wachsen können, sich gemeinschaftlich weiter bilden, sich selbst erhalten durch Landwirtschaft und das volle Potenzial des Menschen anstreben können. Zwar gibt es Unmengen an Kommunen, die genau aus dieser wunderschönen und reinen Bewegung heraus sproßen, aber die angestoßene Willenskraft hörte einfach auf und nicht alle wissen wieso. Eine weltverändernde pure und gute Idee, die einfach in der Luft aufgeht?

Das Problem bei Systemgegnern ist, dass sie sich einen ziemlich mächtigen Gegner auserwählt haben. Das System. Solange es das System nicht interessiert, dass manche aus der Reihe tanzen und durch Gesetze genug Freiheit erlaubt wird, macht das System wenig gegen seine Gegner, die so klein und machtlos sind. Wenn wir in einer Demokratie leben… Das System ist alles Geld und alle Macht verbunden in diesem Korpus und wir sind nur kleine, einzelne Lichter, die auf jene Systemnahrung Geld scheinbar angewiesen sind… Marx hatte diese Ansicht bereits überarbeitet und wollte sein Lebenswerk dem opfern, dass wir als Bevölkerung aufwachen und unsere Position einsehen, ein Bewusstsein schaffen und gemeinsam als Einheit und Volk vorgehen. Klassenlos. Als geeinte Volksmasse agierend - statt von Geld oder Medien polarisiert. 
Dass es das System nicht interessierte irgendwo tanzende Hippies zu beherbergen, änderte sich mit dem Vietnamkrieg unter dem amerikanischen Präsidenten Nixon. Sein Problem war, dass es junge Menschen benötigte, um seinen weit entfernten Krieg zu kämpfen, aber diese jungen Menschen inzwischen nur noch Friede, Sex und Drogen im Kopf hatten und gar nicht für ihr relativ beschissenes Heimatland drauf gehen wollten. Die schöne Musik aus akustischen Gitarren und Mundharmonikas schien die Kriegspropaganda völlig zu übertönen. Amerika und der wachsende Westen waren damals schon so widerlich wie heute, für jene die hinter die Maske des Kapitalismus blicken konnten. Nixon, ein Ekelgenie, kriminalisierte im ersten Schachzug Cannabis und den Rest der wichtigen psychedelischen ‘Drogen’ und bestrafte hart für den Besitz und den Konsum. Dadurch fehlen uns in der heutige Jahrzehnte mögliche wissenschaftliche Forschung in dem Bereich. Unsere Medizin leidet darunter und wir denken über die Materie wie Menschen des Mittelalters. Die ersten Hippies kriegten Angst, als Polizisten ihre friedliche Demonstration für Umweltschutz mit Knüppeln und Gummigeschossen stürmten. Andere wollten nichts mehr mit dem Konzept zu tun haben, als ihre Kollegen in Hundertschaften ins Gefängnis geworfen wurden und man sie als Volksverräter hinstellte und sie auf Straßen bespuckt wurden. Wir leben übrigens immer noch in der selben Welt. Das ist immer noch Amerika, damals wie heute. Dann importierte Nixon billig Heroin aus Vietnam und das ersetzte die harmlosen natürlichen Drogen. Und im Nu waren alle ‘Hippies’ die man sah, keine friedlichen, lustigen, netten jungen Leute mit Liebe und Träumen auf eine gute Welt im Herzen, sondern stark abhängige Junkies, die am Straßenrand lagen oder Menschen anbrüllten, die nur von ihnen gesehen werden konnten. Ein bisschen wie die Brüllpenner in deutschen Großstädten. Will man nicht. Zu dieser vorhin genannten Kriegspropaganda zählen übrigens auch die unzähligen Filme, die das Erlebnis des Schlachtfelds so heroisch darstellen. Man möchte kotzen, dass es sowas noch gibt. Naja, es ist eben die USA. Zwei Millionen tote Menschen jedes Jahr. Und wir glauben inzwischen wirklich, dass wir auf der Seite der Guten wären. 

Diese wunderschöne Bewegung einer willensstarken Generation hatte sich in Rekordzeit gegessen und seine Ansätze leider genauso sehr wie die Drogen. Was für eine Schande, da sie ja eigentlich alles richtig machen wollten. Friede, Liebe, Gleichheit, Natur und Kunst. Dafür wird man in dieser Welt anscheinend immer noch ans Kreuz genagelt. Mist…

Ich glaube die Hippies jetzt genug auf ihre Substanzen verteufelt zu haben und möchte eine kurze Einsicht verschaffen, warum eben jene natürlichen Mittel so essenziell für ihr Verständnis der Welt und des Miteinanders waren. Hier knüpfe ich niveauloser Weise auch an meine Aufführung der indigenen Kulturen an, ohne sie auf ihren Konsum von naturgeschenkten Heilsubstanzen zu verurteilen oder reduzieren zu wollen. Nichts läge mir jemals ferner. Wie könnte man schlecht über jene urteilen, die das reinste Bild der Natur und des Menschen in sich tragen - die in perfekter Balance zu allem existieren und jene die wissen, was es für Möglichkeiten gibt, um mit dem großen Ganzen in Verbindung zu treten. Man möchte all jene zu Heiligen machen. 

Nico Semsrott sagte einst, dass wenn nur die Faulen an der Spitze säßen, es keine Kriege gäbe. Andere behaupten zusätzlich, dass das auch für Kiffer in Führungspositionen zählt. Die grasrauchenden Ottos die ich kenne, sind leider gar nicht motiviert genug einen Weltkrieg vom Zaun zu reißen, da das Sofa viel zu weich, die Chips viel zu lecker und das Smartphone viel zu schön sind. Das sind die Klischees, stimmt’s? Jede grasliebende Person ist mir jetzt ein bisschen böse, aber mein Punkt ist: das Zeug nimmt böse Energie und macht friedlicher. Lösung? Nein! Das sind die Hauptbestandteile, die heutzutage ein High angenehm machen und es zur Volksdroge küren. Sich ausruhen, ein verstärkter, fantastischer Geschmack auf der Zunge und eine gute Ablenkung von der grausamen Welt und dem eigenen, miesen Leben. Für viele Menschen meines Herzens ein Zufluchtsort. Gras ist nicht toll. Drogen sind ganz großer Mist und unser Umstand ist der aller größte - ansonsten bräuchten wir so eine widerliche Suppe wie Substanzen nicht. Wir müssten nicht Kaffee trinken, um uns in die Arbeit zu schleppen. Wir bräuchten keinen Zucker, der uns dazu bringt Dinge vervielfacht zu kaufen und die Chemiebrocken schluckbar zu machen. Wir hätten keinen Drang nach der Gelegenheitszigarette nach einem furchtbaren oder einfach nur stressigen Tag und Gras bräuchten wir dann auch nicht mehr, vor allem nicht zum Feiern. Alkohol wäre von gestern und müsste nicht mehr der Grund Nummer Eins für Menschen sein, um zusammen zu kommen und sozial zu sein, Andere kennen zu lernen, aus sich raus zu kommen und so zu tun, als würde man zumindest an Wochenenden richtig leben, wenn der Rest der Woche gefressen wird von Dingen, die du ohne Bezahlung niemals machen würdest. Das Smartphone würde an allen Wegesrändern mit großen Nägeln in unschuldige Bäume getrieben worden sein, weil man gesehen hätte, dass es echte Lebenszeit stiehlt, uns dümmer macht, weniger authentisch und wir dadurch Anderen beim Leben zuschauen, anstatt selbst den Weltenreichtum durch unser Potenzial zu entdecken. Die Drogen sind nie verschwunden, aber nun sind es Drogen, die Konsum fördern, Geld vervielfachen und Abhängigkeitsgefüge erzeugen. Damals waren die Drogen der Schlüssel zum Weltenerwachen, der Schlüssel zur eigenen Kreativität, zur tiefsten, geteilten Menschlichkeit, zur Musik und Freude an der Existenz. 

Die Hippies haben mit weniger Lastern als wir gelebt. Im Park, neben ihrem Zelt, ohne Chemie-Chips, aber dafür mit Gitarre und Stimme und Kunst. Durch das Gras war man motiviert und lachte noch mehr als sonst. Man war präsenter, menschlicher. Man sang, tanzte und malte Landschaften und Gesichter mit seinen besten Freundschaften, die mit einem im gleichen Park oder in dem Wald daneben wohnten und genoß die Zeit - es war als hätte man wirklich gelebt. Man genoß sogar keine Arbeit zu haben und lange auszuschlafen. Unvorstellbar. Hier war es ein gutes Leben, gefüllt mit was das menschliche Sein wirklich wollte und dazu gab es Verstand erweiternde Substanzen aus der Pflanzenwelt und den Klassiker von Albert Hofmann. Der Unterschied zu heute könnte kein größerer sein, denn die Hippies hatten ihr Dasein genossen und es mit Substanzen noch mehr genießen können. Wir versuchen uns durch Substanzen aller Art von unserem Umstand abzulenken und ihn zu vergessen und ihn erträglich zu machen. Es ist die Flucht eines abhängigen, entmenschlichten Volkes vor dem eigenen Leben. Hatte ich das Smartphone und Internet schon als Substanz erwähnt? Alles lässt dich vergessen und irgendwie klar kommen - denkbar ungesund - einfach damit du am nächsten Tag wieder auf den Beinen bist und für das System für ein paar Euro Lebenszeit verkaufst und auch dadurch abgelenkt bleibst. Ich hoffe du musst nicht vor Ekel kotzen, aber es ist schon eine schöne Scheiße in der wir da gelandet sind…

Beim Gras hatte das alles aber noch nicht aufgehört und so waren die ollen Hippies sich nicht zu schade LSD, MDMA, DMT, Meskalin, Ibogaine, Pilze, Phencyclidine, Ketamin, San Pedro, Peyote, 2C-I, 5-MeO-DMT, Salvia, DOM, Ayahuasca und jede Menge anderen Quatsch mit in den Mix zu werfen. Ganz simpel kann man die Falschaussage treffen und behaupten - wer so viel rein steckt, kriegt auch viel wieder heraus - aber da ist bestimmt auch mal was auf der Strecke liegen geblieben. Alles in Maßen. 

Es geht hier um Substanzen, die das menschliche Gehirn mit Natur und ihren Geistern verbindet. Ein Erlebnis, das der eigenen Person das ‘Ich’ nimmt und einen realisieren lässt, dass wir alle gleich und Eins sind. Der sogenannte Ego-Death. Eine Wahrnehmung der Welt und Zeit weit entfernt unserer Vorstellung, die uns weis macht, wie wertvoll und besonders unser aller Leben ist und dass ein Büro der letzte Platz für ein gott- (oder natur-) geschaffenes Wesen sein sollte. All das trug massiv dazu bei, diesen verlorenen Seelen eine Idee in den Kopf zu pflanzen, welche so fernab der Art des Lebens war, welches das System ihnen beibringen wollte. Im Endeffekt kann man nur Mitleid mit unseren wunderbaren Langhaarfreunden haben. Jeder Generation würde ich tausend mal mehr wünschen mit dieser Art von Substanz aufzuwachsen und zu leben, als dass ich auch nur meinen Feinden Zucker, Alkohol, Nikotin und Pixel wünschen könnte. Zucker ist der Nährstoff für alle Krankheiten des Körpers und eine widerliche Chemikalie, die uns langsam umbringt. Ist das übertrieben? Unsere Nahrungsmittelindustrie würde uns gerne glauben lassen, dass ich übertreibe. Krebs ist eben ein hervorragendes Geschäft. Und Bildung ist zur Zeit die einzige Möglichkeit zur Sicherheit. 

Aber nochmal zum Kernthema - bevor wir uns einfach arbeitslos in den nächstbesten Park setzen, gegen das System streiken und warten bis sich jemand aus Mitleid dazu setzt, lass uns doch lieber eine Art des Überlebens erdenken und erschaffen, in der man als versammelte Gruppe und als Bewegung der Herzen an Orten lebt, an denen man Arbeit verrichtet, die gebraucht wird, die gewollt wird, alles um zu überleben. Man errichtet Häuschen, geht jagen oder kümmert sich um Tiere oder pflanzt Dinge an, die man zum leben braucht. Die meiste Arbeit, die wir heute für Geld an andere verkaufen, hat auch einen praktischen Nutzen zu sich, wenn wir die Arbeitskraft für uns und unsere Gemeinschaft selbst verwenden. Viele von uns haben noch praktisches Wissen über Pflanzen und Tiere erhalten. Wir wissen noch, wie man ohne Therommix kocht und wir alle haben unsere Ideen wie man Kinder erzieht und bildet. Außerdem muss bei dieser Variante niemand der Arbeit ein Leben lang nachgehen, sondern man macht genau das, was grade zu machen ist oder auf was man eben Lust hat. Du denkst wahrscheinlich a die Grenzen, die es zu solchen Ideen gibt - die Einschränkungen und Limits einer schönen Sache. Man müsste am Boden der Tatsachen bleiben und nicht über einen Ponyhof phantasieren. Zu manchen Teilen hast du Recht, weil einfach ist es nicht und einfach so passiert es auch nicht… aber das was wir als unmöglich sehen, kommt oft davon, dass es unser System als unmöglich darstellt. Praktisch, dann erstickt man damit schonmal gefährliches Gedankengut im Keim. 

Aber in der Theorie: statt für Geld zu arbeiten, würde man direkten Aufwand dafür betreiben, was am Ende auf dem Teller liegt, einen kleidet oder einem nachts überdacht. In meinem späteren Leben würde sich dieses Gedankengerüst unter dem Namen ‘Menschlicher Werteaustausch’ heraus kristallisieren. Wir streben grade vermehrt nach Materiellem und viel Besitz, aber wenn wir wieder klarer erkennen was wirklich zählt, was uns erfüllt und glücklich macht, da  dürfte auf einmal alles anders wirken. Viel realer und größer. Weil wir die Ablenkung beiseite legen und wieder mehr Mensch werden. 
Die Vorstellung ist eine schöne, aber doch völlig unrealistisch, oder? Niemand kann ohne Geld existieren, und wir wissen wie sehr wir uns von der Natur entfremdet haben und könnte doch nicht einfach so überleben… und was ist mit Werkzeugen, Materialien für Häuser, Ressourcen und Krankheiten, die behandelt werden müssen. Zweifel stapeln sich so viel schneller als umsetzbare Ideen. Wir gehen doch alle drauf!?!

Richtig! Wir gehen alle drauf und haben die Wahl ob wir bis es soweit ist, jeden Tag für jemand anderes Arbeit verrichten, mit wenig Freizeit, kaum Möglichkeiten zur Selbstentfaltung, aber immerhin das bisschen Geld aus der täglichen Arbeit, ein schönes Erbe für die vielen Generationen nach uns und eine gute Rente mit der hübsch anschaulichen Depression, die sich jeden Tag durch jeden weiteren Einblick in die Welt gemütlich ausbreitet…

ODER nutzen wir die Chance, um im Einklang mit der Natur zusammen mit Liebsten und Freunden Zeit zu verbringen, um auszuprobieren wie gut wir uns im tatsächlichen Leben schlagen, wie viel Kunst und Fähigkeit in uns steckt und wie viel Veränderung unser Sein tatsächlich zu diesem Geschehnis einer Ära beitragen kann. Wie viel gute Musik aus unseren Mündern und Fingerspitzen fließen kann, ob uns Arbeit mit der Erde und ihren Pflanzen vielleicht doch liegt, ob wir Kindererziehung gemeinsam mit der Gemeinschaft meistern und ob wir noch Mensch genug sind, um mit Anderen unserer Art in Frieden leben zu können. Die Welt steht uns also vielleicht doch noch offen. Freiheit beginnt in Entscheidungen.

Aber schaffen wir es die Welt und ihr Klima zu retten und Kriege zu beenden und Krankheiten zu eliminieren und den Kapitalismus zu stürzen? Stürzen? Das klingt nach Gewalt. Nein, stürzen werden wir nichts und beenden auch nicht, aber wir werden eine Option des Lebens erschaffen und anbieten, für welche sich alle frei entscheiden können und wenn die Welt und ihre Menschen sagt, es sei das Richtige, können wir ein überholtes System ‘einfach’ ersetzten. Durch Bildung heilen wir den Geist, dann den Körper, durch gesunde Körper heilen wir die Welt. Retten wir damit die Welt und können die Schäden, welche unser menschliches Wirtschaften und Handeln und die strategische Ausbeutung unserer Welt verursacht haben, beseitigen? Auf keinen Fall! Um diese Schäden zu reparieren fehlt uns egal wie viel wir spenden, das Geld. Klimaschutz kostet schließlich, stimmt’s? Dass die Verursacher des Übels dieser Schäden trotzdem reich im Prozess werden, ist schwer zu verstehen… und dass sie bisher nicht dafür aufkommen, ist beinahe unverständlich. Aber wer soll die Schäden bezahlen? Am Ende sind es meistens immer wir. Ob wir diejenigen sind, die alles bezahlen, Geld, Grund und Leben, und versuchen alles wieder grade zu biegen, oder ob wir diejenigen sind, die jetzt handeln, weil wir zu unserer Realität und unserer Entscheidungskraft bereits aufgewacht sind, der Schleier gefallen ist und wir verstanden haben, und damit alles verhindern - das liegt tatsächlich an uns allen. Es liegt alles in unserer Hand und an unseren Entscheidungen größeres zu sein.  Fantastisch, oder? 
Na dann bilden wir uns mal weiter…

1.3.3 Hippies und Urgeister