Dieses Kapitel wäre umgänglich wenn ich nicht störrisch an dem Ansatz festhalten würde, das Buch eins zu eins nach dem Inhaltsverzeichnis zu strukturieren, welches ich gänzlich am ersten Tag meiner Buch-schreib-Idee verfasst hatte, denn die Lesenden mutmaßen vermutlich zurecht, dass noch mehr Input über das System des Kapitalismus nicht nötig wäre, solange einen das nicht weiter bringt. Wissen über Missstände, die wir nicht ändern können, wirken doch eher bedrückend… zwar besteht die Chance bei jeder Thematik etwas dazu zu lernen, aber auch darauf muss man erst mal Lust haben. Man könnte beim Lesen auch auf neue Ansätze stoßen und sich weiter entwickeln im eigenen Denken. Aber wann war das letzte Mal, dass wir ohne direktes Ziel in den Untiefen der Wikipedia Applikation geschwommen sind, unwissend über was wir suchen und nur treibend von einem Kapitel ins nächste, um zufällig etwas Neues zu lernen? Eine Weile, so nehme ich an, und daher möchte ich dieses Buch nicht gleichermaßen wirken lassen. Hier meine Idee für das Kapitel mit dem unangenehmen Namen.
An dieser Stelle der Selbsthinterfragung, was dem Leser denn überhaupt begegnen solle im Rahmen dieser Schrift, muss ich mich fragen was mein Ziel war und ist. Mich hat schließlich etwas zum Buchschreiben bewegt… passiert auch nicht jeden Tag. Und so endet das Kapitel, welches ich sonst einfach entfernt hätte, wenn mir mein Inhaltsverzeichnis nicht so heilig wäre, als jenes, welches der Reflexion dienend gemacht wird. Der Name ’Selbstreflexion’ lässt noch nicht erblicken, was das dem Leser bringen könnte, aber vielleicht kommt man ja zum allgemeinen Nutzen.
Nun denn - das vor dir liegende Buch soll weder Anklage noch ein Bekenntnis sein. Es soll lediglich den Versuch machen, über eine Generation zu berichten, die vom Internet zerstört wurde - auch wenn es materialistischem Mangel entkam. Wenn Sie als belesene Leserschaft dieses abgefälschte Zitat unserem Remarque zuordnen können und sein Buch ‘Im Westen nichts Neues’ gelesen haben, kann ich nur sagen, dass Sie zu gut sind für dieses Buch und ich hoffe bangend, dass Sie mich nicht wegen Zitatesmissbrauch verklagen. Remarque hatte es geschafft mit seinem Buch das Geschehen einer Zeit zu erfassen, verständlich zu machen wie und warum etwas geschah und wie die Menschen damit umgingen. Er hielt diesen zeitlichen Umstand durch seine Worte für spätere Zeiten am Leben. Wie es war in den Krieg zu ziehen, welche Reden gehalten und welche Gefühle gelebt wurden. Nur durch Schriften wie seine können wir heute noch nacherfahren, wie es gewesen sein muss das alles durchlitten und -lebt zu haben.
‘Im Westen nichts Neues’ ist also die Erzählung der Generation, welche von Granaten und Gewehre zerfetzt wurde. Selbst jene die überlebten, taten das nur als ein Überbleibsel ihrer Selbst. Wie kann man es dann wagen diese beiden Zeiten miteinander zu verbinden, und ein so unfassbar wichtiges Zitat in den Dreck zu ziehen und es für einen so viel weniger schlimmen Umstand zu nutzen, wie unseren Heutigen. Ich schäme mich ehrlichst zu tief das alles zu schreiben und bete nur, dass mich mein Denken an einen Ort des Geschriebenen bringt, in dem das alles seine Rechtfertigung erfährt, zumindest für mich selber. Möge mein unkontrollierter Schreibschwall gütig zu seiner Selbst sein.
Ähnlich also zu Remarque möchte ich von einer Generation schreiben, ihren Problemen, ihrem bisherigen Werdegang, aus der Sicht eines dabei Gewesenen. Ich werde versuchen herauszufinden was Umstände wie das wirtschaftliche System, unsere Umwelt und ihr Zustand, aber vor allem auch das Internet aus uns machen und nicht nur analysieren, sondern hoffentlich einen Lösungsansatz finden, sodass Menschen ihren Weg, ihre Einstellungen und ihre Art zu leben hinterfragen und anpassen, damit wir einem Krieg aller Dinge womöglich entgegen wirken könnten, bevor er uns und unsere Kinder und unsere Menschlichkeit nimmt.
Dieses Buch möchte den Leser also verstehen lassen, dass Missstände präsent sind. Es wird keine lesende Person geben, die das nicht schon absolut wüsste und viele von euch sind vermutlich sogar weitaus aufgeklärter als ich. Allerdings hab ich euer Buch nicht gelesen und fühlte mich deswegen dazu bewegt selbst eines zu schreiben, weil sich mein Denken und meine Perspektive in der Buchwelt noch nicht vertreten fühlte. Und nur Aufklärung hat noch nie alles verändert, was zu verändern war. Schreiben und erzählen hat noch nie gereicht. Weshalb ich versuche in meiner Person das informierende und handelnde Medium zu vereinen. Die wenigsten Menschen gründen selber etwas riskantes und neues, aber sehr viele wären bereit Teil einer Sache zu werden, wenn diese Sache für etwas Gutes, etwas Richtiges einsteht. Somit ist dies die Ausführung meiner Sache, um verständlich zu machen was genau ich anstrebe und was dieser Kampf meiner Existenz gewidmet ist. Alles danach sind Projekte und Bewegungen, die Aspekte dieser Sache verkörpern und Veränderung bewirken wollen, die dich auffordern nicht vom Gehen zu reden, sondern aufzustehen und loszulaufen. Es wird hier die Idee des Rahmen erschaffen werden, in welchem jede Person etwas einbringen kann, wenn damit die gute Sache selbst voran getrieben wird. Hier soll die Kernidee unserer nächsten Bewegung ruhen. Hier vereint sich Menschensein und hier findet Einheit eine Form, um mit geteilter Hand an der tiefsten Wurzel aller Veränderungen zu rütteln.
Nun sind wir aber im Kapitel des Kapitalismus und müssen uns fragen wie wir mit diesem Onkel umgehen sollen, den niemand so wirklich mag. Wenn wir uns vornehmen niemanden etwas Schlechtes mit unserer Arbeit zu tun, sind wir schon ganz weit vorne. Niemanden auszunutzen ist dabei schon fast anti-kapitalistisch. Außerdem wollen wir nicht immer nur mehr und sind auch nicht nur auf unseren eigenen Vorteil und unser materielles Wachstum bedacht, sondern wollen so viel Gutes für so viele Menschen wie möglich und werden uns die Art und Weise des Nonprofitablen zulegen. Wir können nur wachsen, wenn es unseren Unterstützern gut geht. Reichtum kommt nicht aus dem Geld selbst, sondern aus den Menschen, die zu mir stehen. Durch sie können sich alle Wünsche und Träume realisieren. Das eigene Portmonee wird immer begrenzt bleiben. Außerdem befürworten wir eine Art des Lebens in einer Kommune, die auf Selbsterhaltung ausgerichtet ist und auf die traditionellen Ansätze des Lebens zurück greift. Wir möchten eine funktionierende Gemeinschaft, in welcher man sich eigene Kinder vorstellen könnte. Alles in die Richtung des Natürlichen ist eine Richtung des Menschen selbst. So etwas braucht Zeit um etabliert zu werden und die nötigen Menschen, die hinter einem stehen, aber wenn Menschen etwas wollen, ergibt sich früher oder später immer ein Weg. Es liegt an uns etwas zu verändern und anfangen tun wir bei uns selber. Wir leben so wie wir Andere auffordern möchten zu leben. Nur wer als Vorbild voran schreitet, darf auch andere zum Handeln bitten. Kritik an anderen braucht es nicht. Aber wir können unseren Hirnschmalz nutzen, um unseren geliebten Mitmenschen Wege zu schildern, wie sie bisherige Aufgaben ebenfalls lösen können und dabei bessere Menschen sein könnten. Das vorleben bleibt aber im Vordergrund. Wir können nicht weiter in die Welt hinaus predigen was alles zu tun wäre, was sich ändern muss und wie sich wer zu verhalten hat, wenn wir selber beim Alten bleiben. Wir müssen durch unsere Taten statt Worte lehren, aber vermutlich wissen wir das schon längst.
Nach diesem Buch soll dir genauer bewusst sein, welche Rolle du einnimmst. Denn in der Geschichte unserer Erde bist du einmalig und dein Walten und deine Entscheidungen sind alles verändernd. Und du sollst wissen, dass es Menschen gibt, die sich genau dafür einsetzten. Du sollst erkennen, dass es ein Medium gibt mit dem wir alle interagieren können, um wirklich Teil von großer Veränderung zu werden. Menschen dürfen nicht mehr das Gefühl der Ohnmacht in sich tragen und nicht wissen was zu tun wäre, um die Lage zu verändern, sondern wir sollen ganz genau erkennen dürfen, dass unsere Idee des Guten und dessen Licht da sind, dass die Welt von Gleichstrebenden gefüllt ist und unsere Sache Platz für alle hat. Dass wir oft wie eine Minderheit erscheinen, aber als Vorbild für die Zukunft leben und damit den Weg für das Leben bahnen. Dass kein Handeln zu klein ist, solang es ein gutes Handeln ist und dass jede Person ein wichtiger Teil dieser Zeit darstellt, als einzelner Ton dieser gigantischen Symphonie aus menschlichem Schaffen. So lass dich von mir anflehen nicht als Teil der nächsten zerstörten Generation zu enden, wegen deren grausamer Zeit irgendwelche Autoren berühmt werden können, sondern setz ein Ausrufezeichen in die Welt, dass selbst als es am aller schlechtesten um alle steht, du trotzdem den Mut und die Kraft hattest um aufzustehen, einen Schritt nach vorne zu machen und für das Richtige einzustehen - für das Miteinander und für die Natur, gegen Ausnutzung und gegen den Raub unserer Zeit, auf dass unsere Welt die Chance auf ein Leben hat. Das ist Zukunft und die Geschichte der Welt, und deine Entscheidung ist die Brücke zwischen beiden. Alles nun Passierende ist von Essenz, auf dass wir diese Chance für unser aller Leben nutzen!
Wir wurden lange genug benutzt und lebten lange genug uneins mit unseren eigentlichen Ambitionen, Wünschen und Träumen. Wir hatten eine Hoffnung für eine Art von Existenz, für eine Art von Welt auf der wir leben, aber wir wurden oft genug enttäuscht. Wir sind bereit selbst zu entscheiden und wieder selbst zu leben, anstatt Verantwortung und Handlung an Andere zu geben. Unser Sein auf Erden darf wieder bedeutungsvoll werden. Wir kennen die Schönheit und Besonderheit unserer Lebenszeit auf diesem wunderbaren Planeten noch gut genug, um sie nicht gegen Bildschirmzeit einzutauschen, abgelenkt von uns selbst, von dem Erlebnis welches uns zusteht, von unserem eigenen Abenteuer. Wir besitzen noch genug Selbstliebe, um uns ein besseres Leben wünschen zu können und wir sind noch genug gesund denkende Menschen, um uns auch um Andere zu kümmern und Gutes zu schüren. Es liegt alles in unserer Hand! Wir sind eine Gemeinschaft und hier soll der Schlüssel für dich zu ‘Uns’ liegen. Und hier ist die Niederschrift der Bewegung mit einer Perspektive und dem absoluten Opfer alles für dieses pur Gute zu geben. Du kannst dazu kommen. Es ist der Weg mit menschlichem Wert. Jener Pfad zum Licht und der der Hoffnung. Was sagst du - ?