HIER der Vorartikel

Gemischte Gefühle. Auf der einen Seite die Begeisterung an den neuen Überpunkt der Kapitel gekommen zu sein, 2.2… und die Tragödie der niemals endenden Kapitalismuskritik hinter uns zu lassen und auf der anderen Seite das vor Verzweiflung wild zuckende linke Augenlid und der nun kickende Fluchtinstinkt vor noch mehr Halbwissen aus dem Sektor unserer Wirtschaft und dessen kuriosen Historie. Faust war ja schon ein Drama, aber doch ein bedeutend kleineres als dieser Zweispalt - schreit die innere Stimme… Drama hin oder her, das Kapitel scheint unumgänglich zu sein, zumindest aus der Sicht des Schreibers. Der Leser könnte das Buch aus Versehen fallen lassen und sich zufällig im nächsten Themenblock wieder finden. Das bliebe allen selbst überlassen. Was jene verpassen würden ist hier kurz zusammen gefasst: Ich möchte ein Verständnis unserer neuzeitlichen Entwicklung geben, zufällig sogar genau dann, als es geschichtlich richtig spannend wurde, nämlich Jetzt, und dann unsere Zeit mit der Vergangenheit gegenüberstellen, damit das Passierte zumindest einen Nutzen neben dem Vergessenwerden hat - nämlich den wunderschönen Lerneffekt... ich werde versuchen zu erklären warum in der Überschrift eine uns allen verhasste Zahl steht - nicht die Vier selbst, sondern Zahlen generell an sich. Das hätte ich mir wenn möglich sonst gespart - scheint aber nötig zu sein. Welche Zahlen vor dieser Vier in unserer Wirtschaftsgeschichte kamen, wird dabei auch beantwortet. Also wirklich ein Kapitel mit Schwierigkeitsstufen für alle Altersklassen. Der Rest des allgemeinen 2. Themengebiets durchkreuzt die Welten der Technik, unserer Arbeitszukunft und was junge ungebildete Menschen wie ich denken, was am Ende noch für den normalen Menschen übrig bleibt. Wir beäugen das dubiose neue Ding unserer Zeit, auch künstliche Intelligenz genannt, und entscheiden auf rationaler Ebene ob es eine Sache ist, die wir töten sollten, bevor es Eier legt oder ob wir anfangen Opfergaben zu präparieren, damit wir uns im Notfall, oder besser gesagt im Schema der Matrix’schen Utopie einer maschinellen Übernahme der Welt unterordnen und uns schnellstmöglich auf die Seiten der Maschinen schlagen können, um zu überleben oder ob KI das Ding sein wird, was uns am Ende alle rettet, ODER ob es der nächste evolutionäre Schritt ist der von Gott vorgesehen ist und welcher uns als Menschen nur schuf, um sein eigentliches Ziel zu erreichen oder - mhmm. KI… Witzig, dass wir in einer Zeit geboren wurden, in welcher so viel davon geredet wird. Künstliche Intelligenz… ich finde es ja immer noch schwer zu verarbeiten, dass wir natürliche Intelligenz in allen Formen und Ecken unserer Schöpfung haben. Jetzt noch eine neue Intelligenz ins Boot zu holen, bevor man die Erste überhaupt begreifen durfte, klingt ein wenig gefährlich. Am Ende kriegen wir noch mehr zu hören von dieser fremden Intelligenz, als von unserer eigenen. Mehr von KI als von Religion und Gott und Glaube. Vielleicht ist Gott selbst ja eine KI oder vielleicht leben wir schon alle in der Matrix oder vielleicht… oh oh, ich glaube wir lenken uns ab…!

An dieser Stelle möchte ich anmerken, dass mein vorhin benutztes Wort ‘Kapitalismuskritik’ nicht von der Autokorrektur verbessert wurde, was meiner Meinung nach alle meine Punkte unterstreicht und zeigt wie unüberwindbar dieses System ist, wenn uns nicht mal geholfen wird, die Wörter richtig zu schreiben, die wir dafür brauchen, um es zu seinem Ende zu bringen. Ich kozze up!

Auf die Plätze… fertig… 4… 3… 2… 1… 0;5… 0,… Ohlolo!

Die Industrialisierung 1.0 ist laut mir das Phänomen, welches ich als den Beginn des Übels der ‘Massenarbeit’ bezeichne und wie es dazu kam, können Linguisten aus dem Wort herleiten. Nämlich gab es an einem Punkt in der Geschichte, geben wir diesem Punkt mal einen Namen, Siebzehnhundert, mit Nachnamen Ende, so viele Menschen, dass es gelegen kam alle Leute zusammen wohnen zu lassen, damit man mit ganz vielen Menschen ganz viele Sachen machen könnte, anstatt jeden auf seiner kleinen Farm chillen zu lassen und sich selbst ernähren zu müssen. Ehre! Zu der Zeit gab es auch viel coolere Menschen als uns, die haben dann zum Beispiel so krass revolutionäre Dinge wie ne Dampfmaschine entwickelt. Das ist eine alte Erfindung und trotzdem weiß ich selbst immer noch nicht, wie ich eine Dampfmaschine basteln kann, geschweige denn wie sie funktioniert. James konnte das aber schon, nur halt über 200 Jahre vor uns und ohne die Idee davor gegoogelt zu haben. Mit diesem Teil hat man neben Dampf auch jede Menge Arbeit voran treiben können und so kam es, dass zusammen mit Kohle und Eisen im Gepäck eine echt ungesunde Zeit startete, in der jede Person eine Menge zu tun hatte ohne viel zu bekommen. Man bezieht diese Industrialisierung so oft auf das grade Passierte und geschichtlich nähere, aber immer dort wo Hochkulturen in den letzten Jahrtausenden entstanden sind, wurde diese Automatisierung und Zusammenlegung der Arbeitskraft auf spektakuläre Weise dafür benutzt, um sich der Nachwelt als unvergesslich einzuprägen. Die Dampfmaschine war aber wirklich eine Erfindung, auch wenn die guten Briten das wie immer aus irgendeinem von ihnen besetzten Land geklaut hatten und als eigenes verkaufen. Genau wie die größten Denker und Mathematiker Griechenlands. No front, aber das Meiste war geklautes Gedankengut aus dem Nahen Osten oder noch viel eher Afrika, Ägypten und die dort florierende Hochkultur. Mit dortigen universarischen Lerneinrichtungen, noch bevor Europa überhaupt begonnen hatte, sich selbst als etwas zu begreifen. Da war schließlich nur viel römisches Reich. Und daneben Persien, oder? Boah, wenig Ahnung, aber davon ganz viel. Die Dampfmaschine ermöglichte dieser hier beginnenden Hochkultur eine maschinelle Nutzung und Verbrennung bestimmter, sehr energiereicher, scheinbar unbegrenzter Ressourcen, welche die benötigte Arbeitskraft und Rohstoff-, als auch Produktionsmenge in den Himmel schießen hat lassen. Maschinen warn noch nicht autonom und brauchten unfassbar viele Hände an Fließbänden, Stanzen, riesigen Rädern, gespannte Taue, Instandhaltung von riesigen Bauten in dreckigen Fabriken, eine kaum auszuhaltende Qualität des Lebens für unsere Vorfahren, die sich da ganz schön etwas antun mussten. Für eine lange lange Zeit. Sie haben diesen Umstand auch nie ganz überwunden… ich meine, wir leben ja jetzt in diesem System. Uns umgeben nun die Reichtümer, für die so viele Landwirte in Städte ziehen mussten und für welche sie ihre Leben so ausnutzten, dass sie früh starben. Ihnen wurde für Generationen das Licht der Hoffnung auf ein gutes Licht genommen und wir hausen nun in dieser Menschen Schätze, ohne es überhaupt zu genüge wertschätzen zu können. Die zu produzierende Menge sollte immer weiter ansteigen. Der Kapitalist war im Denken nur von Geld getrieben und Geld verlangt Wachstum no matter what. Dass dieser Ansatz die Unmenschlichkeit mit sich brachte, auf die wir nun schamvoll zurück blicken, weil wir wissen, dass wir immer noch nach dem gleichen Geldverlangen wie damals leben, nur selbst viel weniger in der Position sind, ausnutzen zu dürfen und trotzdem diesem wachsen und wachsen hinterher rennen, immer mehr haben zu wollen. Ein parasitärer Weg seinen Lebensraum auszunutzen, sich unbegrenzt zu vermehren, die Luft weg zu atmen, die Natur aus den Zivilisationen zu vertreiben und immer nur im Denken an das Geld Blut an den Fingern zu haben. Dass unsere Art zu leben solche direkten Auswirkungen auf das Leid anderer Menschen hat, ist den wenigsten wohl bewusst. Die andere, arme, jetzt grade für unseren Reichtum arbeitenden Menschen kennt man schließlich nur aus dem Fernseher und das sind Menschen weit weg. Eine unpersönliche Sache, wenn man möchte. Dass unser System auf Abermillionen von Hunger-, Kriegs- und Arbeitstoten gebaut wurde und Menschenrechtsverletzung im ersten Satz der Fassung trägt, ist ein Umstand auf den man sich zu Zeiten gerne mal besinnen dürfte. Dass man aufgewacht war und dachte, dass der Ami der Gute wäre, dürfte langsam auch überarbeitet werden. Also nicht, weil die Gegenseite besser wäre… man soll doch nur das schöne Wort ‘Gut’ nicht so derart falsch benutzen. Ach, der Ami - unser Sorgenkind. Scheiß Nazis…!

Ach so. Und weil der Übergang in diesem Buch wohl kein besserer werden könnte… - eine so hohe Produktion aller verschiedener Waren braucht natürlich auch eine enorme Menge an Material. Stahl, Holz, Glas, Stoff, Schrauben, Schaufeln, Fahrräder, Maschinengewehre nach dem Standart 08/15 ohne die Weltkriege auch gar nicht so realistisch gewesen wären. Also wie schon benannt. Ein ganz viele Dinge, um noch mehr Dinge herzustellen, für immer mehr Menschen, die immer mehr Dinge herstellen sollen. Ein System das nur durch den eigenen Wachstum arbeitet. Wachstum ins Schlechte und Gute. Ein Tumor strebt und lebt nach ähnlichen Ansätzen. Dieser Keim des Geldes verbreitete Auswüchse in die Welt und unter ihre Menschen. Ich spreche natürlich von kriegerischen Belagerungen und Kolonialismus. Diese Ausgeburt der Geldhölle, dieser Kapitalismus, bescherte also der ganzen Welt ein großes Übel. Viel Arbeit, aber noch viel mehr Leid und nur wenige Menschen, die sehr davon profitierten. Sie verkörpern für uns in dieser theatralischen Ausführung nur mal kurz als das Böse. Nicht jeder Fortschritt, das versteht sich. Aber wenn man die Menschen auf ihre Menschlichkeit besah, also jene die hinter den entstehenden Bergen aus Gold saßen und sich mehr am Geld als am Wohl der Menschen erfreuten, ließe sich doch schnell bestimmen, wer für sich arbeitete und wer für die anderen. Beziehungsweise - wer die Positionen von großer Macht für das Allgemeinwohl nutzte und wer gegenüberstehend die eigenen Privilegien egozentrisch zum eigenen, unverdienten Profit nutzte. Anerkennung der eigenen Privilegien und die menschliche Kunst des Versuchs, selbstlos zu handeln. Wurst! Wird hier zu lange. Was dieses kleine Fleckchen neben Russland da anstellte, heute heißen die Menschen dort Europäer, das hatte brutale Auswirkungen auf die gesamte Welt. Man möchte ja kein eurozentrisches Weltbild aufgreifen, aber unschwer lässt sich sehen, wie die Europäer dieses Gift als erstes in der Neuzeit an Land zogen. Schön für uns. Schlecht für die Welt - weil wem die Ressourcen im Land ausgehen und wer militärisch stark ist, weil die eigene Landeshistorie eigentlich auch nur aus Krieg und Hunger und europäischer Kälte besteht - und dann das Mittelalter, uff!!  - solche Nationen gucken sich dann gerne mal nach militärisch und wirtschaftlich Schwächeren um und rauben, töten und vergewaltigen. Die letzten zwei Optionen sind in ihrer Reihenfolge anpassbar. Und wiederholbar; abwechselnd. Ich sag das jetzt so komisch, aber es ist schwer in guten Worten zu fassen, wenn man sich durch das Studium des Postkolonialismus damit auseinander setzt, wie sehr diese entstehenden Nationen in Europa in die Sicherheit und das gute Leben anderer Völker eingedrungen sind. Wie viel Harmonie und Kultur und Glauben und Menschlichkeit sie unter der Floskel des ‘Unkultiviertseins’ abgeschlachtet haben. Als ich das Jahr in Kanada lebte - wie viele Ländereien kannte ich, welche den Indigenen zugehörten und ihnen noch nicht geraubt wurden. Wie gleichberechtigt soll ich als Weißer in einem ostafrikanischem Land mit arabischer und deutscher Kolonialgeschichte sein. Diese Art von Gerechtigkeit existiert nicht. Und wir leben im Reichtum des Bösen. Du und Ich und vielleicht auch Er und Sie, sind genau wie all jene anderen geborenen, weißen Europäer, geschichtlich absolut dasselbe. Kommen vom selben Ort. Ähnliches Privileg. Gleiches Unrecht nur ein langsam älter werdender Grund. Jene im Profit, also wir, versuchen zu vergessen, weg zu schauen oder - finden uns in Ablenkung wieder! Wie soll man auch mit einer solchen Schuldlast leben? Wir Armen, oh je… sorry, dass ich lache. Sogenannte Weiße Tränen sind echt das letzte. Andere verlieren am anderen Ende dieser globalen Ungerechtigkeit ihre Kinder an Hunger und Krankheit und du redest dir die Depression ein, weil du über den Umstand lernst und dich für das Privileg schämst, in deinem zufälligen Land geboren worden zu sein. Europäer… da muss beim urzeitlichsten Erbgut echt ein bisschen Pisse dabei gewesen sein.

Vorhin, als ich diesen grade verfassten Themenblock begann, da wollte ich eigentlich über die Hochkultur in Ägypten sprechen und sie für ihr Erlittenes und Erschaffenes rühmen. Die Guten haben sogar die zehn Plagen des Gottes der Juden vor vermutlich 4.000 Jahren ausgehalten und gut eingesteckt. Wir hatten vorhin über die industrielle Entwicklung und ihren Ablauf gesprochen. Vielleicht nochmal zurück dazu. Wie ging es von diesem Zeitpunkt aus weiter?

Naja, um es mit Seinen Worten zu sagen: ‘Es werde Licht’, und mit einem Mal gab es Elektrizität, danke Herr Edison und Nikola. Zu der Zeit war es dann schon ganz normal, dass alle in Fabriken hantieren und Lohn auf ihre Zeit bekommen, wie viel und unter welchen Bedingungen muss umkommentiert bleiben, ansonsten verfangen wir uns wieder. Yeah!… Wichtig ist, dass die Erfindung des Telefons zu dieser Zeit niemandem nutzte, weil es zu teuer und neuartig war, aber der Industrie zeigte, in welcher tollen Zeit sie grade unterwegs sind. Wir nennen diese Zeit jetzt einfach, so frech wie wir sind, Industrialisierung 2.0 und die damit verbundene Entwicklung einer modernen, mit Elektrizität arbeitenden Industriegesellschaft. Whoa! Wäre die Welt damals aus Schwablantis heraus regiert worden, hätte man an diesem geschichtlichen Punkt der Entwicklung wohl die Handbremse gezogen und dann aufgehört wenn es am Besten läuft, aber der allgemeine Menschenverstand und die hochmotivierten Maschinen waren beide dafür, jetzt doch nochmal alles ein bisschen weiter zu nehmen. Ihnen fehlte es damals vor allem an coolen Namen, Wortfindungsstörungen waren weit verbreitet, und deswegen besannen sie sich auf was sie grade so machten, sahen jede Menge auf vier Räder fahrende Blechkästen auf den Straßen und in den Fabrikhallen und dachten sich, dass der Term der ‘Auto’-matisierung wohl der aller Richtigste sein müsste. Außerdem gaben sie dem deutschen Jugendslang eine Steilvorlage aus über hundert Jahren Entfernung und erfanden das Wort aus dem später Digga werden sollte… die Digitalisierung. Klar! Ohne vernünftige Zahlen, wären all jene aber alles noch keine Fakten, also benennen wir diese Zeit konsequent nach altem Schema - Industrialisierung 3.0. 

Ab jetzt wird’s spannend, weil dieses Ding haben wir sogar noch miterlebt. Sie ging von 1970, circa das Embryostadium der Eltern von Gen.Z Kiddies, bis 2010, also dem Moment in der Menschheitsgeschichte in der Musik dann offiziell nicht mehr zu gebrauchen war. Wild. Und was ist da passiert? Jede Menge Sachen, die heute eigentlich keinen mehr interessieren… das wären Dinge wie die Globalisierung - also der Umstand, dass die ganze Welt miteinander handeln kann. Die war praktisch, ansonsten müssten meine H&M Klamotten ja von deutschen Kindern gemacht werden. Das andere wird kaum noch jemand sagen, und ich möchte anmerken, dass ich schon immer vorher sagen wollte hatte, dass es sich nicht durchsetzten würde. Ich spreche vom ‘Internet’. ‘Inter’ kommt dabei aus einer alten Sprache und bedeutet soviel wie ‘zwischen’. ‘Net’ kommt vermutlich aus dem Altenglischen und könnte mit ’Netz’ übersetzt werden. Um die Verwirrung und die Beunruhigung über die seltsame Bedeutung dieses Begriffes zu lockern, zitiere ich hier eine wichtige Weisheit als Wegbegleiter meinerseits, welche mir während aller Lateinhausaufgabe einen sehr sehr wichtigen Ratschlag mitgab. Der Spruch sagte in etwa: ‘Muss man nich so genau übersetzen!’ Und Recht hat er gehabt. Also über das Internet. Die paar von uns, die es noch kennen, wussten vielleicht nicht, dass es zuerst ARPANET genannt wurde und erst später die Bezeichnung WWW erhielt, was ausgesprochen im englischen übrigens länger braucht, als seine geschriebene Bedeutung ‘world wide web’ auszusprechen. Verrückte Zeiten… Um auf unsere Industrie zurückzukommen. Inzwischen konnten Computer so viel, dass sie in der Industrie mitarbeiten durften und man hat sie für den vorhin genannten Begriff der Automatisierung verwendet. Sehr weltoffen, sehr integrativ, mit Liebe für das arme Pixel. Tja, so ist der Mensch. Hilfsbereit, vor allem wenn es eigenen Profit daraus zu bekommen gibt. Mit dieser Automatisierung wurden alle Dinge, aber vor allem Autos, wie der Name schon sagt, viel schneller produziert. Wir Menschen müssen in diesem gesellschaftlichen Umstand schon längst nicht mehr stupide, einfältige Tätigkeiten an einem Fließband erledigen und jetzt mussten wir auch nicht mehr bei jedem Schritt der Maschine angeben, was sie denn tun und lassen soll. Ab jetzt werden Maschinen auch nicht mehr dümmer und kurz darauf sah eine Industriehalle zur Fertigung einer Sache so aus: eine große überdachte Fläche mit jeder Menge teurer Maschinen drinnen, denen man wenig bis gar nichts an Futter geben musste, die wenig schliefen und größtenteils fehlerfrei arbeiteten. Der feuchte Traum eines jeden Kapitalisten. Wichtiger Bestandteil dieser Lagerhallen waren aber auch immer ein Mensch und ein deutscher Schäferhund. Der Mensch hatte dann die Aufgabe diesen Schäferhund zu füttern und der Hund musste dafür sorgen, dass der Mensch auf keinen Fall die Knöpfe der Maschinen anfasst. Ein perfekter Kreislauf all together! Arbeit ohne den Menschen, hoffentlich dann doch für den Menschen, oder? Wenn man so Dinge erzeugen kann und Reichtum anhäuft, dann wird dieser Reichtum doch gewiss in das Allgemeinwohl fließen und uns Menschen davon profitieren lassen. Klar, oder!? Wäre ja ein Unding, wenn wir unsere Arbeiten an Maschinen verlieren und dann nichts von dem Reichtum abbekämen. Das kann man sich ja kaum vorstellen… völlig unreal wäre das. Der feuchte Traum des Kapitalismus endlich den Menschen loszuwerden. Der macht in solchen Mengen eh solchen Dreck. Städte sind doch einfach kein schöner Umstand für das menschliche Dasein auf Erden. Andere Geschichte… 

Viellicht sind Zahlen doch gar nicht so doof. Denn schließlich habe ich es grade gemeistert, ohne chronologische Kardinalsfehler, einen Beitrag zu konstruieren, welcher am Ende des Inhaltes auch das tatsächliche jetzt kommende Thema aufgreift - das war ja das Zeil am Anfang des Schreibens. Die Industrialisierung 4.0. steht nun prächtig vor uns!

Ich glaube es gab selten einen so guten Punkt wie diesen, um das vergessene Abschweifen nachzuholen, und du als Lesemaus darfst entscheiden. Soll es ein Fun Fact werden oder doch lieber eine Buchempfehlung? 3, 2, 1! Die Mehrheit ist für das Buch… scheindemokratisches Mitlesen ist das beste, demokratische Mitlesen. Yeah!

Ich möchte dir ans Herz legen Ken Follett zu lesen. Thematisch passend? Nein bis kaum, aber eine unfassbare Bereicherung. Dieser walisische Schriftsteller schafft es in seinen Werken historische Intervalle aufzugreifen und ihnen alles Leben einzuhauchen - dieses Gefühl in einer anderen Welt zu stecken, war für mich in keiner Art von Buch höher als bei ihm vertreten und dabei sind es sogar Welten, die genauso so echt existiert haben können. Geschichte! Genial! Mein liebstes Buch von ihm sind ‘Die Säulen der Erde’, ein Roman der einen in das 11. Jahrhundert nach England wirft und einen erleben lässt, wie die Realität als arbeitsnehmender Steinmetz und dessen Familie von statten ging; wie mittelalterliches Leid in diesem Land zu finden war; wie das klösterliche Leben mit allen Hierarchien, Besitztümern, Ämtern und Mächten aussah; wie Obdachlose oder ‘Outlaws’ in den Wäldern hausten und was sich hinter den Kulissen der Reichen und Mächtigen tat, welche Gräuel- und Heldentaten verübt wurden und wie Liebe in ihrer Purität/Purheit/Purness (hä, Deutsch??) aussehen könnte, wenn man nur ein paar Gedichte auswendig lernt. Das Buch hat mich stark darauf gepolt, oder mir beinahe beigebracht, wie ich Menschen lieben möchte und wie ich es im besten Fall zeigen kann. In dem Buch ist auch die erste Buchfigur in die ich mich völlig verliebt habe. Da hast du deinen Fun Fact zur Buchempfehlung dazu… unglaublich! Drei wundervoll gewählte Generationen begleitet man durch ihre Leben und ein Charakter ist tiefer und wunderschöner als der Nächste. Diese Empfehlung geht an alle, die es gewöhnt sind, lange Bücher zu blättern und die 1150 Seiten nicht abschrecken. Wenn das hier dein erstes Buch ist, und ich bete zu allem über uns Stehenden, dass es das nicht ist - dann solltest du es langsam angehen. Vielleicht mit Wilhelm Busch. Der hat schöne Geschichten mit vielen gezeichneten Bildern! Das ist fast wie Internet, nur bewegen jene Bilder sich nicht so hektisch. Aber genug davon. Wir haben noch ein Thema von dem wir ablenken, du und ich! Ich glaube es muss sein… Augen zu und rein da!

Die Vier in Industrialisierung 4.0 steht für KI, Vernetzung, Daten und Autonomität, also wieder was mit Autos. Klar! Verdammt große Wörter für eine verdammt große Zeit. Ich habe meine letzte halbe Stunde in meinem YouTube Algorithmus verbracht und angeschaut wie GPU’s von Computer-Grafikkarten funktionieren. Dieser mehr oder weniger simple Satz drückt schon eine Vielzahl unserer anstehenden Probleme aus. Zum einen bin ich immer noch völlig ratlos über die Zusammensetzung und die Funktionsweisen solcher Chips und genauso wenig weiß ich wie mein Algorithmus eigentlich funktioniert. Ich bin dem völlig ausgeliefert. Der Supercomputer denkt und macht das schon. Da vertrau ich vermutlich drauf. Der weiß schon was mir gefallen könnte und ich lerne bei den exemplarischen Videos scheinbar etwas über den Komplex der Technik, der auch eben jenen Algorithmus erklären könnte, einzig und allein wie unglaublich wenig Ahnung ich habe und wie unschaffbar es für normale Menschen mit genügend anderen Alltagsproblemen erscheint, dieses Feld noch zu durchschauen, macht einem ein bammelndes Gefühl… ich bin happy sobald Maschinen/Computer diese Aufgabe des Verstehens übernehmen und sich selber nach produzieren können und verbessern. Warte mal, die machen das irgendwann selber? Uff. Na ok. Viele Arbeitsplätze für Menschen hätte es sowieso nicht gegeben, die noch neue Techniken auf so einem unfassbaren Niveau hätten erstellen können, aber selbst jene mit genügend Wissen sind ja dann irgendwann nicht mehr gebraucht, oder? Was machen wir eigentlich alle wenn Maschinen besser arbeiten und Computer besser denken als wir? Wo stehen Menschen und Natur unter Betrachtung unserer Zukunft im Licht der Technologie und ihrer raketenartigen Entwicklung? Irgendwie scheinen wir unterlegen, ja beinahe überflüssig, aber das kann ja nicht sein, oder? Wir werden ja nicht eifach von unserer eigenen Erfindung ersetzt… ChatGPT hat mir geantwortet, dass Maschinen die Welt nicht übernehmen werden und das denkende Ding ist schließlich schlauer als wir, also sollten wir auch darauf hören! Also ob es für uns eine Zukunft gibt erfahren wir entweder in den nächsten Jahren oder im nächsten Kapitel nach der Werbung. Ich gehe jetzt schlafen, wünsche aber allen Lesenden einen angenehmen und erfüllten Tag. Mir geht’s unglaublich gut und hoffe auf selbiges für Dich, liebe Lesemaus. Aus uns wird schon noch ein Schuh!

2.2 Industrialisierung 4.0 - wir sind doch keine Maschinen, Tim! - Zu-Le-le