Liebste und sehr geehrte Unterstützende!
Mein Name ist Lennart. Das Kind im Leid heißt Joas und die Familie hinter ihm liegt in Trümmern, denn sie verloren bereits alles. Die Reise ist trotzdem noch nicht am Ende, aber es ist nahe! Joas schwebt in höchster Lebensgefahr und wenn er durch unsere Unterstützung die Operation seines Wasserkopfes überlebt, denn hat er und seine Mutter kein zuhause, keine Arbeit und keine Sicherheit, in welche die Beiden zur Heilung zurückkehren könnten…
Wir lebten gemeinsam zwei Monate in einem der Zufluchtsorte für Kinder mit Hydrozephalus, oder umgangssprachlich ‘Wasserkopf’. Der Ort für unser Zusammenleben heißt House of Hope und wir sind im Norden Tansania’s lokalisiert, etwas außerhalb der zweitgrößten Stadt, Mwanza. Die endlosen Weiten des größten afrikanischen Sees Victoria spannen unseren Horizont und wir leben auf einem Hügel etwas außerhalb. Es ist traumhafte, ostafrikanische Landschaft.
Ich komme aus Deutschland und bereise unseren Planeten durch freiwillige Arbeit. Das House of Hope nimmt mich für diese Zeit auf und hier leben Mütter und ihre beeinträchtigten Kinder und die Angestellten des House of Hope gemeinsam. Für eine unbegrenzte Weile bekommen sie hier Zuflucht, Sicherheit, Ernährung, Gemeinschaft und vor allem Hoffnung. Hier haben sie und ihre Kinder ein zweites zuhause! Mütter merken, dass sie nicht alleine sind. Sie können sich austauschen und bekommen von uns die nötige Perspektive, um diese riesige Aufgabe in Angriff zu nehmen, ein behindertes Kind in Tansania oft unter schlechten Bedingungen groß zu ziehen.
Bevor wir über Jonas sprechen, noch kurz ein Überblick über das House of Hope. Bevor jenes existierte, mussten Mütter und ihre grade operierten Neugeborenen vor dem Krankenhaus auf dem Bordstein schlafen. Ein Pappkarton unter sich und der Stoff der Mutter um Beide gehüllt. Einfach weil so Vielen das Geld fehlte, um eine Bleibe für mehrere Tage zu bezahlen. Oft raubte ihnen die gesamte Reise bis zum Bugando Medical Center schon ein Vermögen. Jenes Krankenhaus ist eines der Wenigen in Tansania, welches die komplexen Eingriffe an Kopf und Wirbelsäule durchführen. Diese Operationen kosten unvorstellbare Summen. Für die Ärmeren des Landes bedeutet das oft ein finanzielles Ende aller Träume und in unserem Fall, den wir heute beschauen, ruiniert es Familien in unsagbaren Tiefen, nur um ihrem Kind ein Leben zu ermöglichen. Und trotzdem wird Joas nicht aufgegeben.
Das House of Hope ist die Rettung dieser Familien. Es ist der Platz an dem jede und jeder willkommen sind und an dem der Heilungsprozess von Körper und Geist beginnen kann. Mütter erleiden oft tiefsitzende Traumata und sie brauchen diese Perspektive, die ihnen Besserung und Leben für ihr Kind versprechen kann. Das House of Hope ist oft der Wendepunkt einer Horror-Achterbahn des Lebens. Wenn alles überlebt und überstanden ist, dann beginnt genau hier der Weg zurück zur Besserung. Diesen Ort halten wir durch Spenden am Leben und das Verdanken wir der Arbeit von Child-Help International mit welchen wir gemeinsamen Spendenaufrufe verfassen und weltweit 16 Orte wie diesen, verteilt im Globalen Süden am Leben halten. Sie verkörpern die Hoffnung aller Kinder mit Hydrozephalus und Spina Bifida. Hier erhalten sie die Beratung von langjährig erfahrenen Menschen wie unserer Mamdogo (übersetzt der Titel für die kleine Schwester deiner Mutter, also ‘Kleine Tante’), durch gemeinsame Physiotherapie, durch Training für Kinder mit Inkontinenz, die ihren Stuhlgang und Urin nicht kontrollieren können und damit leben müssen. Wir zahlen für lebenslang kostenloses Zubehör für die Blasenkathetesierung bei Kindern und vor allem zahlt das House of Hope jegliche Shunts bei Operationen von Kindern mit Hydrozephalus. Das sind die Röhren, welche vom Kopf bis zum Magen führen, um dem angestauten Hirnwasser das Abfließen zu ermöglichen und den hohen Druck aus dem Kinderschädel nehmen. Diese Shunts retten die Leben der Kinder und sie machen die Hälfte der gesamten Operationskosten aus. Das House of Hope zahlt all jene durch die Spenden, die Child-Help International für uns einnehmen. Deine Unterstützung ermöglicht das Leuchten dieser Flamme des Guten und rettet Kinder und ihre Familien.
Jonas ist inzwischen neun Monate alt. Sein Schädelumfang misst fünf Zentimeter mehr als meiner, nämlich 58. Mein Körper ist 1.20 Meter größer als seiner. Er ist der Viertgeborene seiner Mutter. Sein Vater verließ die Familie, als heraus kam, dass eine zweite Operation erfolgen müsste. Der Hintergrund ist, dass die Familie alles verlor, als sie für die erste Operation ihre gesamte Lebensgrundlage aus Feldern und ihrem Haus verkaufen mussten. Mama Joas lebte Monate bei ihrer Nachbarin und ihre drei weiteren Kinder tuen es jetzt noch, während sie wieder zehn Stunden Busfahrt nach Mwanza durchmachen musste, um von ihrer Heimatregion Kagera hier her zu kommen. Nur das Krankenhaus hier kann die lebensrettende Operation durchführen. Die Kosten für die Fahrt hatte ihre Kirchgemeinde durch gemeinsame Spenden übernommen, denn Geld hatte sie keines mehr. Keinen Cent, aber vier hungrige Kinder und keinen Vater. Nun ist sie völlig am Ende und man merkt ihr an. Sie meint, sie wäre so kurz vor dem Ziel gescheitert und es bricht einem das Herz diese Augen einer Mutter zu sehen, die durch den langsamen Tod ihres Kindes leiden ohne dabei eine Träne zu verlieren. Oft sitzt sie da und starrt. Das ausdruckslose Starren der völligen Verzweiflung. Das Schauen durch einen Tunnel in dem es keine Rettung zu geben scheint. Man meint genau zu erkennen, dass sie eine Mutter war, die nach der ersten Operation und dem Verlust von allem trotzdem bereit war, das Leben zu bestreiten und mit Würde ihr Kind Joas großzuziehen. Dieser erneute Schicksalsschlag bei welchem der Shunt nach zwei Monaten fehlschlug und die Schmerzen und Krämpfe und das Übergeben für Joas wieder begann, muss ihr den Boden aller Hoffnungen unter den Füßen hinweg gezogen haben. Sie kam während diesem Tiefpunkt hier an. Ich lernte Riberata, die Mutter von Joas gut kennen und wir lachten viel, erzählten, kochten gemeinsam für unser zuhause und machten Übungen mit Joas. Als ich in einem Interview für Child-Help ihre gesamte Geschichte erfuhr, wurde mir klar, dass Child-Help ihr nicht helfen kann. Zwar bezahlt Child-Help den Shunt und sie darf hier so lange kostenlos bleiben wie sie möchte, nur fehlt ihr eine andere Hälfte des Vermögens, um eine Operation erwerben zu können. Die Geschichte hört da nicht auf.
Der aktuelle Stand ist jener. Nach zwei Monaten zuhause, musste sie aus der akuten Lebensgefahr für Joas zum Krankenhaus und lebt nun seit einem Monat dort. Auf Basis hoher Verschuldung und nur minimalster Hilfe aus der Heimat ist sie gefangen. Aber nicht nur das! Diese zweite Operation schlug wieder fehl und es wird beinahe unvorstellbar, durch wie viel Schmerz Riberata muss, um diese Situation auszuhalten. Tag ein Tag aus im selben Krankenhauszimmer gefangen, mit durchschnittlich zehn anderen Müttern und ihren Babies mit Hydrozephalus und Spina Bifida. Nun begann sich an der Operationswunde eine Blase zu bilden, die ich so auch noch nie an einem Kind erlebte. Joas ist so gefährdet wie nie zuvor, nur ist jegliche Hilfe ebenfalls ferner, als sie es jemals war. Ich starrte gestern lange in das Gesicht von Joas, welcher den Kopf wegen der Blase und dem Gewicht des Kopfes nicht wenden kann. Ich fühle seine Händchen ab und trotz aller Strapazen funktioniert sein Körper. Es schmerzte mir umso mehr. Ein völlig intakter Körper eines Babies geht verloren, wegen einer lächerlichen Sache wie ein paar tansanischen Shilling. Die Kosten für eine weitere Operation sind 300 Euro. Ein paar weitere und die Beiden bekommen nicht nur die Operation, sondern können auch die Schulden ans Krankenhaus zahlen und erhalten somit ihre heilige Freiheit. Jeder weitere Euro baut ihr zerstörtes Leben wieder auf. Und genau das ist das Ziel. Damit Hydrozephalus nicht der größte Fluch einer Familie sein muss, sondern der Anfang eines neuen Lebens voller Möglichkeit, Liebe und Gesundheit. Ein menschliches Leben. Nur ist es grade noch ein absoluter Ruin und es wartet auf unsere Rettung. Auf deine Spende oder deine Hilfe diesen Artikel weiterzuleiten. Du kannst ein Teil dieser Rettungsaktion sein. Stell dir nur vor du wärst in einer solche Situation. Welche Bedeutung es für dich hätte, wenn jemand Fernes die Nachricht und den Hilfeschrei deines Lebens weitergibt und mit dir fiebert!
Lerne die Mutter, Riberata kennen:
Sie ist eine Farmerin in Kalgera, Karagwe, West-Tansania. Ihre Ethnie heißt Muhaya. Ihre Schulbildung beläuft sich auf sieben Jahre. Danach haben ihre Eltern nicht das Geld, um ihr ein weiteres Jahr zu schenken. Kurz danach bekommt sie ihr erstes, dann ihr zweites Kind und danach verliert sie beide Eltern an geteilter Krankheit. Auf einmal steht sie alleine im Leben, aber das ist noch nicht genug. Ihr drittes Kind kommt heile auf die Welt und ihr Viertes auch. Es ist nämlich Joas. Es dauerte ganze zwei Monate bis sich Anzeichen vom Hydrozephalus bemerkbar machten. Zwei Monate war sie gesegnet wieder Mutter eines gesunden Kindes zu sein und dann endete auch das schlagartig. Ihr Leben war noch nie leicht. Das Farmen von Mais und der Wurzel Kasava ist eine wirklich harte Feldarbeit; ihre paar Bananenbäume bringen in einer Ernte für einen guten Baum 12 Stauden. Das hatte sie mir grade erklärt. Eine gute Staude verkauft man für 7.000 tansanische Schilling, also etwas über 2.50 Euro. Sie bewirten das Land natürlich nicht nur zum Verkauf, sondern die Kinder und Eltern überlebten durch das was sie sich selbst anbauen und ernten. Man tauscht mit Nachbarn, verkauft den Überschuss und kommt so von Tag zu Tag mit dem höchsten Ziel den Kindnern ein paar Jahre Schule zu bezahlen, damit sie ein besseres Leben bekommen könnten. Es zerbrach alles. Der schöne Traum platzte wie es eine hübsche, Perlmutt farbene Seifenblase tut. Die Eltern verloren diese Flächen Land, kurz nachdem die Diagnose von Jonas ausgestellt wurde. Ihre Überlebensgrundlage und das Erbe ihrer eigenen Eltern. Damals machte Riberata ihre Reise zur Rettung von Joas das erste Mal. Zuerst vom Krankenhaus des Distrikts, verwiesen zum Regionalkrankenhaus und jenes schickt sie für die zehn Stunden Fahrt nach Mwanza zum Bugando Medical Center. Ein überwältigender Riesenkomplex, fernab ihrer eigenen Realität. Eine unbegreifliche Bürokratie und unfassbare Kosten, bei jedem Schritt, den sie nehmen musste, um ihr Kind zu retten. Ihre ersten Operationskosten beliefen sich auf etwa 800.000 tansanische Schilling. Zusätzlich zu den Fahrtkosten, dem Bett in Bugando und dem Essen für beide dazu. Nichts davon konnte sich die Familie leisten und nichts blieb ihnen, als das Kind lebend nach Hause kehrte. Für eine Million Shilling verlor die Familie einfach alles. Das sind umgerechnet kaum 400 Euro. Dass sie nun wieder hier sind, ist in keiner Welt gerecht. Der Schaden in der Familie und an der Psyche von Riberata kann keine Geldsumme wieder in Ordnung bringen, aber trotzdem gibt es einen Weg die Beiden aus dieser Hölle zu befreien. Unsere Hilfe ist so sehr gefragt! Durch unseren Beitrag und Deinen können Mutter und Kind doch noch ihr normales Leben zurück gewinnen. Es ist unendlich möglich und es entscheidet sich mit jeder Entscheidung, die jede einzelne Person von uns im Besitz von genügend Ressourcen trifft.

Ich kann dir nicht genug danken! Ich wünsche mir, dass das Höhere dieser Welt gut zu dir sein wird.