Wie würde es deiner Mutter gehen, wenn sie dabei sitzen müsste und zuschaut, wie du diesen Weg hier einschlägst? Meine Mutter weiß dabei am besten, warum ich diesen Lebenspfad anstrebe und wird es trotzdem am wenigsten verstehen können. Und ihr Leid um mich ist die wohl größte Hürde, die ich und sie überwinden müssen, um weitergehen zu können.
Andere Menschen können zu ihrem Glück einfach Kopf schüttelnd an mir vorübergehen, wenn sie hören, dass ich versuche, mit möglichst wenig Komfort zu leben – dass ich keine institutionelle Bildung anstrebe - dass ich den Wunsch nach einer eigenen Familie im Angesicht der weltweiten Lage ganz weit nach hinten verschoben habe und dass ich nicht plane, einen Job im Kapitalismus anzunehmen. Mamas Sohn erzählt ihr von Weltreisen zu Fuß und ohne Geld – und er wirkt glücklich dabei. Er ist verliebter Schriftsteller vertieft im Weltenbummeln und der Gesellsvhaftsforschung. Und das füllt ihn, also mich, mit großer Hoffnung und Perspektive. Aber wie kann das heute noch sein? Ein Mensch mit Hoffnung auf dem richtigen Weg zu sein? Gibt es überhaupt ein Richtig im Falschen?
Ist unsere Zeit nicht die der Unruhen und Kriege? Medien, Politik und Umwelt. Die Zeit, der sich verschärfenden Extremsituationen durch Klimakatastrophen? Diese Zeit, in der das Weltenleiden jederzeit auf dem eigenen Bildschirm aufblitzt und die Wissenschaft von Kipppunkten spricht? Ist es nicht unsere Ära, die gerade im Angesicht des Endes scheinbar totgeboren wird – und welcher nur der Arbeitsweg der Eltern vorgelebt wird, ohne Aussicht darauf, sich selbst frei, kreativ, menschlich und erfüllt zu entfalten? Arbeit bis zum bitteren Ende der Welt ist keine menschliche Perspektive. Im Nacken die unterdrückte Angst vor einer bereits zerstörten Zukunft. Diese Ferne von echter Natur von Welt und Mensch. Diese Isolation und zugleich die abartige Wirkung von Medien und Smartphones auf gesamte Generationen. In einer Zeit, in der unsere Gedankenklarheit das höchste Gut sein müsste, werden wir von Pixeln zu unsicheren, unfähigen, labilen und abhängigen Konsumzombies gemacht!
Wie kann also Mamas Kind noch guten Mutes sein, wenn er doch zum Geschehen unserer Zeit erwacht ist und erkennt, wie nah wir dem Ende sind? Wie soll ein klar denkender Mensch Erfüllung finden in einer ausbeuterischen Arbeitswelt, die sich durch perversen Überkonsum künstlich am Leben erhält – während das System, von dem wir Teil sind, die restliche Welt zu Grunde richtet, um jene hier zu bereichern, denen es ohnehin am besten geht - und mit dieser Arbeitsweise ein sechstes Massensterben unserer Erde in Kauf nimmt? Wie soll man gut leben, wenn einem alle Privilegien schmerzlichst bewusst sind und man gar kein Teil von all dem Geschehen sein möchte? Freude in einer Welt, die auf Leichen errichtet wurde, wäre der Freude im Himmel zu sein gleich, wenn man im Hinterkopf hätte, dass viele Freunde, geliebte Eltern und Menschen wie Siddhartha Gautama es nicht in den exemplarisch christlichen Himmel geschafft haben. Der Versuch diesen Umstand zu genießen - das ist eher die Hölle.
Ahnungslosigkeit führt zu Verzweiflung, Verzweiflung zu Angst, Angst zu Machtlosigkeit, Machtlosigkeit zu Verdrängung, Verdrängung zu Depressionen. Wir sind in den 20er Jahren des 21. Jahrhunderts. Willkommen! Bei uns ist der Weg parallel zum Schlechten vertreten – hin zu echter Veränderung; zurück zum Menschsein; zu Klarheit; Gesundheit und Bildung. Der Weg zum eigenen Potenzial, verkörpert in dem absoluten Streben einer Gemeinschaft wie unserer. Darf ich dich freundlich hereinbitten, um uns, die Gen.ZM ‑ Community und unseren Aktivismus, unser Streben in dieser Welt kennenzulernen? Du bist herzlichst eingeladen, denn auf dich hatten wir gewartet!
Ihr Sohn – im Falle meiner Mama bin das nämlich ich – ging mit diesem Umstand so um: Das Studium kam nicht infrage. Jeder Schritt näher an die Arbeitswelt und die ewige Unfreiheit durch Geldabhängigkeit musste umgangen werden. Also startete ich etwas, das mich für drei ganze Jahre vom System in Deutschland retten sollte: Weltreisen durch freiwillige Arbeit. Freiwillige Arbeit, die meine Arbeitskraft und mein Potenzial in das umtauscht, was ich zum Leben brauchte – einen Ort der Sicherheit, eine Gemeinschaft des Herzens und Weltennahrung für Körper und Geist. Ich lernte durch Experimente an meinem Körper die Dimensionen des Reisens kennen und stolperte schon bald in die Sektion der Extremreisenden. Hier fand ich meine Bildung der Welt und ultimative Freiheit, wissend, dass die Universität für mich nicht mehr infrage käme. Nachdem ich meine Einladung zu einem Stipendium einer Camphill‑Akademie im Bundesstaat New York abgesagt hatte, begann meine größte Europareise – und ich lebte zeitweise unter den wirklich Reichsten dieser Welt, ohne einen Cent zu besitzen und lebte ein andermal mit buddhistischen Mönchen in Norwegen. In Tansania (Mwanza) lebte ich, genau wie auf Vancouver Island in Kanada, für ein Jahr durch freiwillige Arbeit und reiste viel. Barfuß, ohne Geld mit Zelt. Und nun bin ich zurück! Deutschland.
Eine zweijährige Deutschland‑Rotation steht in den Startlöchern. Und was ist das Ziel? Die nationale Einigung einer zum Handeln entschlossenen Bevölkerung, um im Rahmen unseres Vereins Bildung über den Zustand der Welt zu erhalten, gemeinsam Beschlüsse zu fassen und all das zu verändern, was in unserem aller geballten Potenzial liegt. Statt für das Geld möchten wir wieder für das Menschsein einstehen, nebenbei den Planeten bewahren und den Menschen eine Perspektive auf Besserung schenken. Rettung ist ein großes Wort. Aber nur dann sehe ich noch Hoffnung – und nur so, im geldlosen, zu Fuß reisenden Dasein in Deutschland und durch unseren Vereinsaktivismus, kann ich meinen Aufenthalt hier im Westen wirklich aushalten und in Fülle nutzen. Denn diese von mir ausgelebte Daseinsweise birgt ein grenzenloses Potenzial. Ein Teil unserer Bildung ist es, dir solche Freiheiten parallel zur Norm zu vermitteln – für dein eigenes Weltenerlebnis!
Ich möchte mein Potenzial einbringen und mit dir und unserer Gemeinschaft den besten Rahmen schaffen, um Menschen zusammenzubringen und unser Leben zu verbessern – sozialer, freier, gesünder, künstlerischer... Aber das eigentliche Ziel ist das Bewusstsein unserer Generationen. Wir haben alle gemeinsame Probleme, und es muss endlich aufhören, dass wir uns durch giftige Medien gegeneinander aufhetzen und zerfleischen und so vom eigentlichen Geschehen abgelenkt bleiben. Bald wird es zu spät sein – und das lasse ich nicht zu. Und du wirst es auch nicht ertragen können! Denn es liegt an uns allen, jetzt noch etwas zu tun und handeln allein ist schlecht und schwierig. Deswegen sind wir nun für dich da. Schau nicht weg!
Die hoffentlich bald größte Bewegung seit Jahrzehnten startet mit dem Frühjahr 2027. Das ist kein Größenwahn, sondern die milde und neutrale Erkenntnis, dass etwas Gigantisches geschehen muss, um uns noch den Arsch zu retten und damit wir wieder an eigene Kinder mit einem guten Leben glauben dürfen. Ich verschreibe mich diesem Streben, genau wie viele andere, und ich möchte uns allen diesen Rahmen geben, um ein Miteinander von Gleichstrebenden zu bilden. Zusammen ist die Welt anschaubarer und Probleme relativieren sich. Und wenn ich eines gelernt habe, dann, dass es noch längst nicht zu spät ist. Noch haben wir Atem, um gegen das Unmenschliche anzukämpfen. Noch können wir genießen, lieben und hoffen. Und das ist gut!
Unser System und dessen Arbeitsweise haben mich längst verloren. Meine Arbeitskraft und Kreativität werden nicht dem erhöhten Konsum und der schnelleren Zerstörung unserer Welt dienen, sondern einzig und allein einem sozialen Streben: Uns als Menschen der Welt zu vereinen, einen sozialen Rahmen zu erschaffen, der uns das Gift des Internets in Bildung und Selbstentfaltung verwandelt, und das Potenzial unser aller Leben zu entfalten – durch Reisen und pures Menschsein, durch Bildung und Verbindungen, durch Gesundheit und Hoffnung! Das Potenzial dieser Idee ist endlos, denn es beinhaltet das Potenzial der Menschheit. Mein eigenes Potenzial ist begrenzt auf das, was ich als der Charakter Gen.ZM darstellen kann. Und genau dafür brauche ich dich während unseres Aktivismus in Deutschland! Du wirst mir helfen können, tatsächliche Veränderung zu erschaffen. Allein bin ich niemand.
Es sind Anhänger der Gemeinschaft Gen.ZM, die neue Initiativen und Satellitenprojekte – sogenannte Sporen – ins Leben rufen und immer mehr Menschen zu uns ziehen. Die Flamme der Hoffnung kann so von Mitmensch zu Mitmensch weitergereicht werden und die Familie unserer Zukunft gründen. Es sind Menschen wie du, die wachsen und sich verändern und bei der Idee Gutes zu tun aufwachen und sich voller Elan einbringen. Die wie du aufstehen und helfen möchten. Die wie du keine Lust mehr haben und wissen, dass etwas passieren muss! Es sind jene unter uns, die das Leid unserer Mitmenschen sehen und handeln müssen, weil es keinen zweiten Weg mehr gibt. Am Ende sind wir es alle, die diesen Stein ins Rollen bringen – und wir entscheiden, wie groß die Wirkung eines kleinen Schmetterlings und seines Flügelschlags sein kann. Ich bete um unseren Erfolg, denn einfach alles hängt davon ab…
Das ist Gen.ZM. Und du bist – durch deine Entscheidung jemand in dieser Welt zu sein – ein Teil dieser Familie.
